Unter Währungsreserven versteht der IWF (Zahlungsbilanzhandbuch, 1993) Auslandsaktiva, die Zentralbanken verwenden, um Zahlungsungleichgewichte zu finanzieren, aber auch um am Devisenmarkt zu intervenieren und so den Wechselkurs der einheimischen Währung zu stabilisieren.
Die Währungsreserve umfasst:
Die globalen Währungsreserven

Die globalen Goldreserven

Im Überblick die 20 Staaten mit den größten Goldreserven per Ende erstem Quartal 2011

Deutschlands Goldreserven im historischen Überblick

Die globalen Devisenreserven
Insbesondere haben die Bestände der Schwellenländer bzw. Entwicklungsländer in den letzten Jahren drastisch zugenommen. Lag der Anteil der Industrieländer 2000 noch bei rund 63%, notierte dieser zuletzt im zweiten Quartal 2011 bei 32,1%.

Vierteljährlich publizierte der IWF den Currency Composition of Official Foreign Exchange Reserves (COFER) dort findet sich eine Diversifizierung der Devisenreserven hinsichtlich einiger Währungen (US-Dollar, Euro, britische Pfund, japanische Yen, Schweizer Franken und andere).
Da insbesondere die Schwellenländer/Entwicklungsländer ihre Devisen nicht aufgeschlüsselt melden, hat sich der Anteil der nicht zugeordneten Währungen von ca. 22% in 2000 auf zuletzt 46% mehr als verdoppelt. Betrachtet man die zugeordneten Devisen dann lag der Anteil des US-Dollar zuletzt bei 60,2%.
Es berichteten zuletzt 33 Industrieländer und 105 Schwellenländer/Entwicklungsländer.
Im Überblick die gesamten Devisenreserven, die von der COFER-Publikation erfasst werden:

Die Devisenreserven der Industrieländer stellen sich folgend dar; der Anteil der nicht zugeordneten Devisen lag zuletzt bei 12,8%. Mit 63,6% machte der US-Dollar zwar den Löwenanteil aus, seit Bestehen der vierteljährlichen Erhebung ist dies der niedrigste Anteil. Zu Gunsten anderer Währungen verringerte sich dieser.

Bei den Schwellenländern/Entwicklungsländern sah es folgendermaßen aus; aber alleine der Anteil der nicht zugeordneten Devisen notierte bei 61,7%. Beim Rest liegt auch hier der US-Dollar mit 56,6% vorne, gefolgt vom Euro mit 28,7%.

Ergänzungen sind willkommen!