Globaler Energieverbrauch
Der globale Energieverbrauch wird sich nach Schätzung der EIA von 1990-2035 nahezu verdoppeln; dabei wird erwartet, dass fossile Energieträger den Großteil der benötigten Energie liefern. Der Anteil der Rohöl/Rohölprodukte reduziert sich dabei von 38,8% (1990), 34,4% (2008) auf geschätzte 29,3% in 2035. Auf der anderen Seite wird erwartet, dass der Anteil der erneuerbaren Energien zulegt, von 8,9% (1990), 10,2% (2008) auf 14,2% (2035).
Aufgeschlüsselt nach Energiequellen der globale Energieverbrauch:

Der gesteigerte Energieappetit ist vornehmlich in den Nicht-OECD-Staaten zu beobachten. Der aktuell größte Energiekonsument, die USA, soll dabei moderater Wachstumsraten generieren, während in China zweistellige Wachstumsraten zu Buche stehen. Hatte China noch im Jahr 1990 einen Anteil von 7,6% am globalen Energieverbrauch, wird dieser für das Jahr 2035 auf 24,9% geschätzt. Gleichzeitig verringert sich der Anteil der USA von 23,7% 1990 auf 14,8% 2035. Ein anderer globaler Wachstumsmotor, Indien, vergrößert in dem gleichen Zeitraum seinen Anteil von 2,5 auf 6,4%.
Abgebildet ist der Energieverbrauch in den USA, China und Indien:

In den USA wurde bis Mitte des 19. Jahrhunderts der Energiebedarf hauptsächlich mit Holz gedeckt. Im Laufe der Industrialisierung wurde zunächst Kohle, später dann Rohöl und Erdgas verwendet. 1950 löste Rohöl Kohle als größter Energielieferant ab; dies ist Rohöl mit seinen Produkten auch geblieben. Ab 1958 wird Kernenergie und ab 1961 werden erneuerbare Energien als Energiequelle notiert.
Nachstehender Chart zeigt die in den USA verwendeten Energien und das reale Bruttoinlandsprodukt (Preise von 2005); die Zeit 1850-1950 ist komprimiert dargestellt:

Leicht abgewandelt, bildet der nachfolgende Chart ebenfalls den Energieverbrauch der USA ab. Allerdings wird die Wasserkraft zu den erneuerbaren Energien mit hinzugerechnet; es ergibt sich somit ein höherer Anteil dieser Energiequelle. Ab 2008 wird das Volumen geschätzt; zusätzlicher Energiebedarf wird mithilfe von erneuerbaren Energien und Biokraftstoff kompensiert.

Globaler Rohölverbrauch
In den USA wurde 2010 mit 19,1 Mio. Barrel täglich gut 1/5 des globalen Rohöls verbraucht, gefolgt von China mit 9,1 Mio. Barrel/Tag und einem Anteil von 10,6%. Allerdings verzeichnet China eine deutlich höhere jährliche Steigerungsrate, zuletzt +10,4% gegenüber +2,0%. In nachfolgender Tabelle sind die Länder mit dem höchsten Rohölverbrauch dargestellt:
Verbrauch in 2010:
In mbpd |
Anteil |
Jahresrate |
Barrel /Tag pro 1000 Einw. |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
USA |
19,1 | 22,0% | 2,0% | 61,7 | |||||
China |
9,2 | 10,6% | 16,8% | 6,9 | |||||
Japan |
4,4 | 5,1% | 0,7% | 34,9 | |||||
Indien |
3,2 | 3,7% | 2,3% | 2,7 | |||||
Russland |
2,9 | 3,4% | 0,5% | 21,1 | |||||
Brasilien |
2,7 | 3,1% | 24,1% | 13,2 | |||||
Saudi Arabien |
2,6 | 3,0% | 23,2% | 102,7 | |||||
Deutschland |
2,5 | 2,9% | 1,5% | 30,2 | |||||
Südkorea |
2,2 | 2,6% | 2,8% | 46,2 | |||||
Kanada |
2,2 | 2,6% | 3,7% | 66,2 | |||||
Weltbevölkerung |
87,0 | 100,0% | 4,5% | 12,7 | |||||
Quelle: International Energy Statistics (EIA)
Im Bild der tägliche Verbrauch an Erdöl und Erdölprodukte im internationalen Vergleich:

Nachfolgend ist der Rohölverbrauch von 1965-2010 in einzelnen Regionen dargestellt; während der Verbrauch in Europa/Eurasien seit Ende der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurückging, ist seit Mitte der neunziger Jahre ein deutlicher Zuwachs im Asiat-pazifischen Raum, vornehmlich bedingt durch China, zu beobachten.

Rohöl wird großteils im Transportsektor verwendet; in 2010 waren es in den USA 70%, dem gegenüber stehen die Industrie mit 23%, Haushalte 6% und zuletzt Stromerzeugung 1%. 1950 lag der Anteil des Transportsektors deutlich tiefer (52%), dagegen der Anteil der Industrie (28%), Haushalte (17%) und Stromerzeugung (3%).

Innerhalb des Transportsektors macht der Personenkraftverkehr ca. 58% des Konsums aus, ca. 17% liegen beim Lastwagenverkehr und knapp 10% veranschlagt der Luftverkehr.
In dem Maße wie Henry Ford mit seinem "Modell T" für bezahlbare Autos sorgte, motorisierte er die USA. Bei seiner Einführung 1908 lag der Neuanschaffungspreis eines Autos bei Preisen von 2009 bei 36.588 USD; Fließbandarbeit in den Ford Werken führte zu einem rapiden Abfall des Neuanschaffungspreises, bei seinem Tiefspunkt lag dieser 1940 bei 11.898 USD (Preise von 2009).
Dargestellt sind zum einen die Anzahl der registrierten Fahrzeuge in den USA wie auch der Neuanschaffungspreis eines Fahrzeuges, letzterer ist inflationsbereinigt in Preisen von 2009:

Im Folgenden ist die saisonale Benzinnachfrage der USA dargestellt; jeweils mit dem geglätteten 10-Wochenschnitt für die letzten sechs Jahre:

zuletzt bearbeitet: 28.12.2011