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Wirtschaftsindikatoren

Private Einkommen & Verbrauch -
Personal Income and Consumption

Chart ab 1990:

Private Einkommen & Verbrauch

Quelle /URL:

Bureau of Economic Analysis des Commerce Department
auf der 'National Economic Account' - Seite oder die Veröffentlichung des Berichtes

Veröffentlichung:

monatlich, 3-4 Wochen nach Ende des Referenzmonats, um den Monatswechsel, 8:30 EST, 14:30 MEZ

Revisionsfaktor:

Durchschnittlich. Die Daten der zwei zurückliegenden Monaten werden ebenfalls revidiert. Jährliche Revisionen werden jeden Juli durchgeführt; während umfassende Benchmark-Revisionen alle fünf Jahre von statten gehen. Diese Benchmark-Revisionen haben z.T. rhebliche Veränderungen nach sich gezogen (negative Sparquoten wurden zu positiven verändert).

Auswirkung:

Die privaten Einkommen sind für die Finanzmärkte nicht besonders wichtig, da die Daten bereits in ähnlichen Serie (Arbeitsmarktbericht und Einzelhandelsumsätze) publiziert wurden. Mit Ben Bernanke als Notenbankpräsident hat allerdings die Preiskomponente Aufmerksamkeit erhalten.

Worauf ist zu achten:

  • Trends beim Wachstum der privaten Einkommen können Aufschluss auf kommende Ausgabenmuster der Konsumenten geben.
  • Eine sinkende Sparquote kann ein Ungleichgewicht zwischen der Entwicklung der Einkommen und der Ausgaben widerspiegeln.
  • Veränderungen der Verbraucherausgaben. Eine anhaltende Schwäche bei der Steigerungsrate der Verbraucherausgaben zeigt eine geringere Verbrauchernachfrage an. Dies führt unweigerlich zu einer schwächeren Wirtschaft, evtl. Rezession, da diese Ausgaben ca. 68% des BIP ausmachen.
Stärken:
  • Der Bericht beinhaltet detailierte Angaben zu den privaten Einnahmen wie Ausgaben.
  • Er ist die einzige Quelle über die Ausgaben für Dienstleistungen, die einen guten Teil der gesamten Verbraucherausgaben ausmachen.

Schwächen:

  • Der Bericht über die privaten Einkommen wie Ausstände bzw. Verbrauch wird verzögert veröffentlicht. Ähnliche Daten werden bereits zuvor im Arbeitsmarktbericht und in den Einzelhandelsumsätzen gemeldet, so sind die Ergebnisse gut vorhersehbar.

Kurze Beschreibung:

Der offizieller Name lautet "Personal Income and Outlays".
Die privaten Einkommen messen hauptsächlich die Einkünfte der Haushalte aus Beschäftigung, Selbständigkeit, Investments und Einkünfte aus Transferzahlungen. Weiterhin enthalten sind geringe aufwendungen für gemeinnützige Organisationen und Einkommen aus treuhänderischer Tätigkeit. Der grösste Anteil der Einkommen wird von den Löhnen und Gehältern bestritten. Die privaten Einkommen werden nach dem Arbeitsmarktbericht publiziert, so dass das Ergebnis gut prognostiziert werden kann und die Veröffentlichung meist die Einschätzung der konjunkturelle Lage nicht weiter erhellt.

Der Begriff der frei verfügbaren Einkommen bezieht sich auf die privaten Einkommen nach Abzug der Einkommenssteuer, Grundsteuer, anderer Steuern und Zahlungen an den Staat.

Einher gehend mit der Veröffentlichung der Einkommensdaten, gibt das BEA des Handelsministerium Daten des privaten Verbrauchs bekannt. Die Ausgaben werden eingeteilt in diejenigen für lang- und kurzlebige Wirtschaftsgüter wie Dienstleistungen. Gerade die Ausgaben für langlebige Güter haben die Neigung sehr volatil zu sein. Das Wachstum der Ausgaben für kurzlebige Wirtschaftsgüter zeigt sich deutlich weniger volatil, ähnlich verhält es sich mit den Ausgaben für Dienstleistungen. Die Konsumausgaben können nach der Publikation der Einzelhandelsumsätze, die vorher gemeldet werden, gut geschätzt werden; demzufolge sind keine grossen Überraschungen zu erwarten. Aber die Einzelhandelsumsätze beinhalten keine Ausgabedaten für Dienstleistungen, die einen Anteil von 59% an den Gesamtausgaben haben.

Die privaten Ersparnisse sind der Rest, der übrig bleibt, wenn von den frei verfügbaren Einkommen die Aussenstände bzw. Verbrauch der Verbraucher noch abgezogen werden; die Sparquote ist dann der Prozentsatz dieser Ersparnisse am frei verfügbaren Einkommen.

Die einzelnen Komponenten des Berichtes werden von mehreren staatlichen wie privaten Quellen erhoben. Die Gehälter basieren auf dem Arbeitsmarktbericht und den Sozialversicherungen, die Arbeitslosenunterstützungen auf den monatlichen Berichten der Verwaltung der Sozialversicherungen und des Arbeitsministeriums. Die Zins- und Dividendeneinkünfte der Aktienbesitzer sind ein Abkömmling des vierteljährlichen Finanzberichtes des Census Bureaus und den Quartalsberichten der Unternehmen für die Aktienbesitzer.

Die Angaben erfolgen auf Dollarbasis, zum einen im gegenwärtigen ("current") Dollar aber auch im Dollar auf Basis 2000. In der Presse werden meist die Daten mit dem gegenwärtigen Dollar zitiert, diese sind weiterhin saisonbereinigt und annualisiert (SAAR). Seit 1959 bestehen die Zeitreihen; nur der gewichtete Preisdeflator der Ausgaben hat die Basis 2000, 2000=100.
Das BEA hat im Dezember 2003 die Basis der inflationsbereinigten, realen Zeitreihen von 1996 auf 2000 gewechselt

 

Termine 2009: 2.2. 2.3. 27.3. 30.4. 1.6. 26.6. 4.8. 28.8. 1.10. 30.10. 25.11. 23.12.
  Dez. Jan. Feb. Mrz. Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sep. Okt. Nov.
Termine 2010: 1.2. 1.3. 29.3. 3.5. 28.5. 28.6. 3.8. 30.8. 1.10. 1.11. 24.11. 23.12.
  Dez. Jan. Feb. Mrz. Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sep. Okt. Nov.

weitere Charts:

Einkommen / Verbrauch 1 Jahr 1995 1960  
Verbrauch, Komponenten 1990      
Sparquote

1959

1929    
Vermögenseinkünfte 1959 1959 Dividenden  
Jahreseinkommen pro Kopf 1959      
Preise (PCE) 1 Jahr 1995 1960 Kernrate

 

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