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Wirtschaftsindikatoren

Arbeitsmarktbericht

Chart ab 1995:

Arbeitsmarktbericht

Quelle /URL:

Bureau of Labor Statistics - Labor Department

Veröffentlichung:

monatlich, erster Freitag des Monats, 8:30 AM EST, 14:30 MEZ für den vorherigen Monat

Revisionsfaktor:

Jeden Monat werden die Daten der zwei zurückliegenden Monate berichtigt.

Auswirkung:

Wahrscheinlich erfährt kein anderer Bericht mehr Aufmerksamkeit, bewegt fast immer die Märkte.

Worauf ist zu achten:

  • # Totale Veränderungen in der Anzahl der Belegschaft
    # Veränderungen im durchschnittlichen Stundenlohn
    # Veränderungen in der Gesamtmenge der Arbeitsstunden, dies lässt Schlüsse auf das momentane GDP-Wachstum zu.
    # Arbeitslosenrate und Veränderungen dieser.
Stärken:
  • # Die Veröffentlichung bietet Informationen über viele Industriebranchen und Regionen
    # Kurze Zeit zwischen Datenerfassung und Veröffentlichung dieser.
    # Gibt einen guten Einblick auf aufkommenden Lohndruck in den durchschnittlichen Stundenlöhnen
    # Die Beschäftigung ist ein zeitgenauer Indikator des wirtschaftlichen Wachstums und die Arbeitslosigkeit ein nachhängender.

Schwächen:

  • # Da Beschäftigung und Arbeitslosigkeit an einer relativ kleinen Anzahl von Haushalten und Unternehmen gemessen wird, kann es zu signifikanten Revisionen kommen.
    # Es kann zu grossen saisonalen Verzerrungen kommen

Kurze Beschreibung:

"Non-farm payroll employment" ist ein Mass für die Anzahl der neu geschaffenen Stellen in mehr als 500 Wirtschaftszweigen in allen Staaten und 255 Metropolen - ausgenommen ist die Landwirtschaft . Die Schätzungen beruhen auf Berichten grosser Unternehmen, ca. 400.000, die 1/3 aller lohnabhängigen Beschäftigten einschliesst, wie auch staatliche Programme. Die Gesamtzahl der Erwerbstätigen wird in verschiedene Sektoren aufgeschlüsselt wie z. B. dem verarbeitenden Gewerbe, dem Bergbau, dem Baugewerbe, dem Dienstleistungsbereich und den staatlich Beschäftigten.
Diese Veröffentlichung ist sicher diejenige Wirtschaftsstatistik, die ob ihres Erscheinungszeitpunktes, ihrer Genauigkeit und ihrer Bedeutung als Konjunkturindikator, die grösste Aufmerksamkeit erfährt.
Stichtag für die Erhebung ist der 12. Tag eines Monats.

Die wichtigsten, gemeldeten Parameter sind:
  • die Anzahl der neu geschaffenen Stellen bzw. der Stellenabbau; verfügbar ab 1939; ergibt sich aus der Zahl der bezahlten Erwerbstätigen, die Halb- oder Ganztags arbeiten.
  • Anzahl der Arbeitslosen mit Arbeitslosenquote, hier erfolgt eine genaue Aufschlüsselung hinsichtlich Alter, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit und Ausbildungsstand
  • Wochenarbeitszeit, auch für verschiedene Wirtschaftszweige, einschliesslich Überstunden; zum einen bietet diese einen Hinweis auf die Industrieproduktion und die privaten Einkommen, dann wird diese aber auch als guter Indikator des Arbeitsmarktes angesehen. So bedeutet eine steigende Wochenarbeitszeit zu Beginn eines Konjunkturzyklus möglicherweise, dass Arbeitgeber mit einem Ankurbeln der Gehaltslisten rechnen, während zum Ende eines Zyklus hin diese Schwierigkeiten haben qualifizierte Bewerber für die Stellenausschreibungen zu finden.
  • Vergütungen mit durchschnittlichem Stundenlohn und Wochenlohn für ca. 500 verschiedene Industriezweige; die Serien beginnen teilweise bereits 1909; als Inflationsindikator werden diese genauestens betrachtet.
  • Dauer der Arbeitslosigkeit, angegeben in verschiedenen Zeitintervallen wie in mittlerer und durchschnittlicher Dauer.
  • Anzahl der Erwerbstätigen, ihr Anteil an der Bevölkerung

Ein Index über die Gesamtzahl der Arbeitsstunden ist ebenfalls enthalten, dieser gibt früh Anhalt über die Produktion bevor das vierteljährliche Bruttoinlandsprodukt publiziert wird.

Die Daten des Arbeitsmarktberichtes enthalten zwei unterschiedliche Berichte, zum einen den 'Current Population Survey' (Household Data) und den 'Current Employment Statistics Survey' (Establishment Data).

Das 'Household Data' wird vom Census Bureau für das BLS erstellt; eine Stichprobe von 60.000 Haushalten wird befragt; aus diesem Bericht stammen u.a. die Arbeitslosenquote, die Zahl der Erwerbstätigen, deren Anteil an der Bevölkerung und die Dauer der Arbeitslosigkeit.
Diese im "Haushaltsbericht" enthaltenen Beschäftigungsstatistiken erzählen manchmal eine andere Geschichte als das 'Establishment Data'.

Das 'Establishment Data' wird vom BLS selbst erhoben, Gehaltslisten ausserhalb des landwirtschaftlichen Bereiches von privaten Unternehmen wie Fabriken und Geschäften, aber auch von staatlichen Stellen werden dafür ausgewertet. In diesem Bericht wird die arbeitende Bevölkerung mit der Anzahl der neugeschaffenen oder reduzierten Stellen, den Stundenlöhnen, Wochenverdiensten und der Wochenarbeitszeit ausgewiesen.

Einige Unterschiede: im Haushaltsbericht werden auch Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind oder kein Entgelt erhalten, mit gezählt. Auch gilt dort ein Alterslimit von 16 Jahren, während ein solches im 'Establishment Data' nicht vorhanden ist. Im 'Household Data' Bericht wird jedes Individuum nur einmal erfasst, während im 'Establishment Data' auch doppelt gezählt wird, jeweils pro Stelle.

Zwei Schlüsselwerte des Berichtes, die Arbeitslosenquote und die Stundenlöhne, tauchen in verschiedenen Inflationsmodellen wieder auf. Wie auch andere Daten verwendet werden um weitere Konjunkturparameter zu berechnen. Z. B. gehen die Stundenlöhne in die privaten Einkommen und auch in die Komponente der Löhne und Gehälter des Employment Cost Index. Der Index der angesammlten Stunden im verarbeitenden Gewerbe hilft die Industrieproduktion vorherzusagen; die Veränderung der Stellen im Baugewerbe ist nützlich bei der Prognose der Bauausgaben und der Baubeginne.

Die Daten sind saisonbereinigt.
Ab dem Juni 2003, also für den Berichtsmonat Mai, hat das BLS die Daten basierend auf das North American Industry Classification System (NAICS 2002) umgestellt. Es ergab sich eine umfassende Revision, die z.T. zurückging bis in die 30iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Im Juni 2003 wurde für die gesamte Anzahl der Stellenveränderungen das 'Net Birth / Death-Model' zur "Adjustierung" zugrunde gelegt.
Dieses berechnet statistisch Stellenveränderungen; Daten werden ggf. addiert bzw. subtrahiert ohne tatsächlich erhobenes Datenmaterial. In der überwiegenden Anzahl der Monate wird addiert, so dass sich erhebliche Veränderungen finden.
Der folgende Chart zeigt die offiziell gemeldete Stellenveränderung (graue Säulen) wie auch die Veränderungen ohne zur Hilfenahme des 'Net Birth/Death Mdells' (blau).

 

Net Birth/Death Model

 

Termine 2009: 9.1. 6.2. 6.3. 3.4. 8.5. 5.6. 2.7. 7.8. 4.9. 2.10. 6.11. 4.12.
  Dez. Jan. Feb. Mrz. Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sep. Okt. Nov.
Termine 2010: 8.1. 5.2. 5.3. 2.4. 7.5. 4.6. 2.7. 6.8. 3.9. 8.10. 5.11. 3.12.
  Dez. Jan. Feb. Mrz. Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sep. Okt. Nov.

weitere Charts:

Arbeitslosenquote 1 Jahr 1948 + alternative Quote  
Arbeitslosenanzahl 1994 real 1948 Teilzeitbeschäftigte  
Stellenveränderungen 1995 1948 Sektoren verarb. Gewerbe Staatsangestellte
  Wachstumsrate      
Arbeitszeit 1990 1964 aggregiert    
Lohn 1990 1965      
Dauer d. Arbeitslosigkeit 1980 1967, mittlere Verteilung ab 1948 Ratio 1948
Erwerbsquote 1948        

 

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