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Forex - Tageskommentar

von Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank

21. Januar 2010

EUR-USD weiter unter Druck – Tiefstkurse im Bereich von 1,4068

Der Euro ist momentan insgesamt unter Druck. Kursverluste waren gegenüber allen Hauptwährungen zu verzeichnen (EUR/USD, EUR/JPY, EUR/GBP etc.). Die Gründe haben wir hier bereits näher erläutert und bewertet (Griechenland, Spanien, China). Aus technischer Sicht ergibt sich unter Schwankungen weiteres Abwärtspotential bis in den Bereich 1,3500-1,3800.
EUR/USD notiert aktuell bei 1,4110, USD/JPY bei 91,45, EUR/JPY bei 129,00.

Die Zahlen zu den US-Wohnbaubeginnen enttäuschten gestern. Mit 580.000 Einheiten war sowieso nur ein geringer Wert erwartet worden. Dieser wurde mit 557.000 Einheiten noch unterschritten. Der Chart verdeutlicht das „zaghafte Pflänzchen“ der Stabilisierung. Wir harren der Dinge die da kommen.

chart

Zu den Zahlen von heute:
Wichtiges Zahlenmaterial bekommen wir heute ausschließlich aus den USA. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sollten den kontinuierlich leicht abwärtsgerichteten Trend fortsetzen. Später am Nachmittag folgen die wichtigeren Daten. Der Philadelphia Fed Survey zeigt frühzeitig Informationen zu Preisveränderungen, Beschäftigungstrends und Konjunkturaussichten im verarbeitenden Gewerbe. Aufgrund dieser Frühzeitigkeit wird diesem Indikator am Markt eine nicht unerhebliche Aussagekraft beigemessen. Die langfristige Entwicklung ist im untenstehenden Chart dargestellt.

chart

Die Leading Indicators haben weniger Marktbedeutung, da die enthaltenen Einzelindikatoren i.d.R. im Vorfeld bereits bekannt sind.

Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das den USD nach dem nachhaltigen Unterschreiten der Unterstützung bei 1.4200 favorisiert. Ein Überwinden des Widerstands bei 1.4450 – 80 neutralisiert den negativen Bias des Euros.

 

Termine am 21.1.2010:

  Daten zuletzt: Konsensus: Bewertung:
USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe per 9.1.
444.000
440.000
(14.30) Geringe Aussagekraft aufgrund der wöchentlichen Erhebung
USA Philadelphia Fed Survey Jan.
22,5
18,0
(16.00) Rückgang erwartet
USA Conference Board Leading
Indicators Dez.
0,9%
0,7%
(16.00) Kontinuität im Mittel der vergangenen 6 Monate prognostiziert

 

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