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Forex - Tageskommentar

von Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank

25. November 2009

EUR/USD weiter in bekanntem Fahrwasser – IFO überrascht positiv!

Der Euro eröffnet (07.05 Uhr) bei 1.4985, nachdem heute im asiatischen Handel Höchstkurse bei 1.4998 markiert wurden. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 88.35. In der Folge notiert EUR-JPY bei 132.45, während EUR-CHF bei 1.5105 oszilliert.

Die Mitglieder des Offenmarktausschusses klassifizierten den Rückgang des USD als „orderly“ und implizieren damit keine Bereitschaft, das Thema koordinierter Interventionen aufzugreifen.
Das klingt nicht wirklich nach der Verfolgung einer Politik des starken USD durch US-Regierung oder US-Zentralbank, sondern eher wie der Plan B, einen schwachen USD in geordneten Bahnen zu etablieren. „Food for thought!“

Der deutsche IFO-Index setzte per November mit einem Anstieg von zuvor 92,0 (revidiert von 91,9) auf 93,9 Punkte positive Akzente. Die Prognose war bei 92,5 Zählern angesiedelt. Der Index markierte damit das höchste Niveau seit August 2008. die Bewertung der aktuellen Lage verbesserte sich von 87,4 auf 89,1 Punkte. Die Erwartungskomponente legte von 96,8 auf 98,9 Zähler zu. Das Ergebnis ist ermutigend in Richtung einer verstärkten Expansion der deutschen Wirtschaft.

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Das Bild aus den USA ist einmal mehr vielschichtig und bietet sowohl Schatten und Glanz, aber auch Hoffnungswerte.
Die zweite Schätzung des US-BIP per 3. Quartal 2009 lieferte gegenüber der 1. Schätzung deutlich eingetrübtes Datenmaterial. Das annualisierte Wachstum wurde von +3,53% auf +2,78% (Prognose 2,90%) nach unten angepaßt. Wir hatten gestern darauf verwiesen, daß dabei das zuletzt angezogene Handelsbilanzdefizit eine Rolle spielt. Aber auch die Konsumausgaben und Investitionsausgaben wurden nach unten angepaßt. Insgesamt deutet die 2. Schätzung an, daß sich die Dynamik der konjunkturellen Erholung unterproportional entwickelt.

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Der „S&P Case/Shiller Home Price Index” offerierte per September im 20 Städtevergleich einen Anstieg um 0,3% im Monatsvergleich. Analysten hatten eine Zunahme um 0,8% unterstellt. Im Jahresvergleich stellte sich in der Folge ein Rückgang der Preise um -9,4% (Prognose -9,0%) nach zuvor -11,3% ein.

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Das Verbrauchervertrauen nach Lesart des „Conference Board“ verzeichnete einen Anstieg von revidiert 48,7 (zuvor 47,7) auf nun 49,5 Punkte. Analysten hatten ein unverändertes Ergebnis bei 47,7 Zählern antizipiert. Diese Datenreihe ist volatil. Wir nehmen das Ergebnis zur Kenntnis und schauen gleichzeitig auf den von uns sehr geschätzten „ABC News Money Magazine Consumer Comfort Index“, der in der Berichtswoche von -45 auf -47 Punkte sank. Wir erlauben uns die Charts von beiden Indikatoren hier beizufügen.

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Der „Richmond Fed Composite Manufacturing Survey“ sank von zuvor 7 auf nur noch 1 Punkt. Die Subindices spiegelten diesen Rückgang. So sank der Auslieferungsindex von 11 auf 6 Zähler und der Auftragsindex verlor von 7 auf 3 Punkte.

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Bezüglich der heute anstehenden Daten verweisen wir auf die unten angeführte Datenbox. Wir werden uns morgen dezidiert mit den Ergebnissen auseinandersetzen.

Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das den EUR gegenüber dem USD favorisiert. Ein Unterschreiten der Unterstützung bei 1.4600 - 30 neutralisiert den positiven Bias des Euros.

 

Termine am 25.11.2009:

  Daten zuletzt: Konsensus: Bewertung:
USA Auftragseingang langlebiger WG Okt.
+1,4%
+0,5%
(14.30) Fortsetzung der positiven Tendenz.
USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe 21.11.
505.000
500.000
(14.30) Keine wesentliche Änderung.

USA

Persönliche Einkommen Okt.
0,0%
+0,1%
(14.30) Unwesentliche Veränderung.
USA Verbrauchervertrauen Uni Michigan Nov.
66,0 (vorl)
67,0
(15.55) Leichter Anstieg gegenüber dem vorläufigen Wert.
USA Absatz neuer Immobilien Okt.
402.000
410.000
(16.00) Keine neuen Erkenntnisse zu erwarten

 

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