Sitemap  |  Feedback  |  RSS  |  Kontakt  |  Links

Markt-Daten.de    web

Kommentare

 

November 2009

Mo Di Mi Do Fr
2 3 4 5 6
9 10 11 12 13
16 17 18 19 20
23 24 25 26 27
30        

 

Oktober 2009

Mo Di Mi Do Fr
      1 2
5 6 7 8 9
12 13 14 15 16
19 20 21 22 23
26 27 28 29 30

 

September 2009

Mo Di Mi Do Fr
  1 2 3 4
7 8 9 10 11
14 15 16 17 18
21 22 23 24 25
28 29 30    

 

August 2009

Mo Di Mi Do Fr
3 4 5 6 7
10 11 12 13 14
17 18 19 20 21
24 25 26 27 28
31        

Juli 2009

Mo Di Mi Do Fr
    1 2 3
6 7 8 9 10
13 14 15 16 17
20 21 22 23 24
27 28 29 30 31

Juni 2009

Mo Di Mi Do Fr
1 2 3 4 5
8 9 10 11 12
15 16 17 18 19
22 23 24 25 26
29 30      

 

Mai 2009

Mo Di Mi Do Fr
        1
4 5 6 7 8
11 12 13 14 15
18 19 20 21 22
25 26 27 28 29

 

April 2009

Mo Di Mi Do Fr
    1 2 3
6 7 8 9 10
13 14 15 16 17
20 21 22 23 24
27 28 29 30  

 


Forex - Tageskommentar

von Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank

4. November 2009

Unterstützung bei 1.4670 gebrochen – Tiefstkurse bei 1.4627 markiert und retour …!

Der Euro eröffnet heute (08.25 Uhr) bei 1.4755, nachdem im europäischen Handel gestern Tiefstkurse der letzten 24 Handelsstunden bei 1.4627 markiert wurden. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 90.55. In der Folge notiert EUR-JPY bei 133.60, während EUR-CHF bei 1.5115 oszilliert.

Der Korrekturmodus setzte sich gestern zunächst markant fort. Der Markt fokussierte sich dabei primär auf negative Nachrichten, die gestern im Unternehmenssektor zumindest auf ersten Blick von BMW und UBS geliefert wurden. In der Folge brachen die Aktienmärkte weg mit der Folge, daß die „Carry“-Währungen USD und JPY profitierten.
Selbstredend hat der Finanzmarkt die guten Ergebnisse von Metro, Fresenius oder Beiersdorf bei dieser Reaktion vollständig außer Acht gelassen.
Ebenso wurde die Meldung des VDIK ignoriert, daß der Automobilabsatz per Oktober in Deutschland trotz nicht mehr gegebener staatlicher Förderung um 24% im Jahresvergleich zulegte. Die Tatsache, daß im Gesamtjahr ein Absatzplus in Höhe von 26% zu verzeichnen war, verpuffte an der glatten Wand der „asymmetrischen Wahrnehmung“.
Die Meldung des VCI, daß die deutsche Chemieproduktion vom 2. auf das 3. Quartal um 4% und die Umsätze um 5,5% anzogen fanden kein Echo am Finanzmarkt. Nach Ansicht des VCI kommt die Chemiebranche langsam aus dem Konjunkturtal heraus.
Fakt ist: Korrekturbewegungen, die gegen sich verstärkende Konjunkturentwicklungen laufen, haben grundsätzlich keine langen Beine.

EU-Wirtschaftskommissar Almunia hat gestern die Prognosen der EU-Kommission vorgestellt.
Neben den Prognosen gab es einige Einlassungen, die eine von Skepsis dominierte Textur offenbarten:

  • Die Konjunkturaussichten seien weiter sehr unsicher.
  • Der Bankensektor sei immer noch sehr fragil.
  • Die Kreditversorgung funktioniere nicht ausreichend.
  • Es sei kaum Wachstum im 1. Halbjahr 2010 zu erwarten.

Mithin ergaben sich Einlassungen, die die zuletzt zunehmende Risikoaversion noch einmal beförderten.

EU-Wirtschaftskommissar Almunia hat sich jedoch auch zu positiven Äußerungen hinreißen lassen:

  • Die Wirtschaft hat den Wendepunkt nach der Rezession erreicht!
  • Es stellt sich im 2. Halbjahr 2009 Wachstum ein.
  • Der Inflationsdruck ist gedämpft. Inflation wird weder 2010 noch 2011 ein Problem sein.
  • Die Erholung wird 2010 Fahrt aufnehmen und 2011 nachhaltig sein.

Mit anderen Worten war für jeden Marktteilnehmer etwas dabei. Die gelieferten Prognose offerierten eine ansatzweise ernüchternde Zahlenparade: (Prognosen per Frühjahr 2009 in Klammern)

  2009 2010
BIP EU
-4,1% (-4,0%) +0,7% (-0,1%)
BIP Eurozone
-4,0% (-4,0%) +0,7% (-0,1%)
BIP Deutschland
-5,0% (-5,4%) +1,2% (+0,3%)
Haushaltsdefizit Eurozone
6,4% (5,3%) 6,9% (6,5%)
Haushaltsdefizit Deutschland
9,5% (9,9%) 5,0% (5,9%)
Arbeitslosenquote Eurozone
9,5% (9,9%) 9,5% (9,9%)
Arbeitslosenquote Deutschland
7,7% (8,6%) 9,2% (10,4%)
Inflationsrate Eurozone
0,3% (0,4%) 1,1% (1,2%)

 

Der Anpassungsbedarf der Prognosen fällt hier weniger drastisch aus als bei anderen Anbietern derartiger Prognosen. „Chapeau!“
Ohne unserem Jahresausblick 2010, der Mitte Dezember 2009 veröffentlicht wird, vorgreifen zu wollen, erlaube ich mir anzumerken, daß ich diese Prognosen für sehr defensiv und auf keinen Fall für optimistisch einschätze. Ganz im Gegenteil …

Der Auftragseingang der US-Industrie verzeichnete per September einen Anstieg um 0,9%.
Marktbeobachter hatten eine Zunahme um 0,8% erwartet. Der Vormonatswert bleib unverändert bei -0,8%. Annualisiert stellte sich damit ein Wachstum um 8,8% im 3. Quartal nach zuvor 2,3% im 2. Quartal ein.

chart

Bezüglich der heute anstehenden Veröffentlichungen verweisen wir auf die unten angeführte Datenbox. Von hervorgehobener Bedeutung sind die Einkaufsmanagerindices aus der Eurozone und den USA für den Dienstleistungssektor.

Die Diskussion über eine Neuausrichtung der Zinspolitik der Fed hat zuletzt zugenommen.
Diesbezüglich wartet der Markt gespannt auf das Kommunique des Offenmarktausschusses. Wir sehen hier keine veränderte Haltung von Seiten dieses Gremiums. Die US-Wirtschaft bedarf in der jetzigen Lage unverändert einer nachhaltigen Alimentation durch die Zins- und Geldpolitik der Zentralbank. Eine Politik der ruhigen Hand steht hier auf der Agenda.

Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das nach dem Unterscheiten der Unterstützungszone bei 1.4670 – 1.4700 eine neutrale Haltung in der Parität EUR USD favorisiert. Ein Überwinden des Widerstands bei 1.4860 dreht den Bias erneut auf positiv.

 

Termine am 4.11.2009:

  Daten zuletzt: Konsensus: Bewertung:
EU Einkaufsmanagerindex Dienstlstg. Okt.
50,9
52,3
(10.00) Fortsetzung der Erholung
EU Erzeugerpreise (M/J) Sep.
0,4%/-7,5%
-0,4%/-7,7%
(11.00) Keine neuen Erkenntnisse
USA Challenger Report Okt.
66.404
---
(13.30) Angekündigte Massenentlassungen
USA ADP Employment Report Okt.
-254.000
-190.000
(14.15) Veränderung am priv. Arbeitsmarkt
USA ISM-Dienstleistungsindex Okt.
50,9
51,5
(16.00) weitere Anstieg favorisiert
USA Offenmarktausschußsitzung Nov.
0,00%-0,25%
0,00%-0,25%
(20.15) Gibt es neue Verbalakrobatik?

 

vorheriger Tag   nächster Tag

 

nach oben