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Forex - Tageskommentar

von Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank

11. September 2009

EUR-USD markiert einen neuen Jahreshöchstkurs bei 1.4620 – China mit Dynamik!

Der Euro eröffnet heute (07.30 Uhr) bei 1.4615, nachdem Höchstkurse der letzten 24 Handelsstunden im späten fernöstlichen Handel bei 1.4620 markiert wurden. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 91.20. In der Folge notiert EUR-JPY bei 133.30, während EUR-CHF bei 1.5145 oszilliert.

Der heute veröffentlichte Datenpotpourri aus China ist geprägt von einer hohen Dynamik in allen wesentlichen Bereichen der chinesischen Wirtschaft.
China ist und bleibt ein wichtiger und an Bedeutung zunehmender Faktor für die Weltwirtschaft.
China konnte sich zuerst von den belastenden Faktoren der globalen Rezession befreien. Die aktuellen Daten implizieren eine Fortsetzung der globalen ökonomischen Reflationierung, wenn man der Meinung ist, daß China die Funktion eines Frühindikators innehat. Diese Sichtweise ist mindestens vertretbar, wenn nicht sogar zwingend erforderlich.

  • Die Verbraucherpreise sind in China im Jahresvergleich nach zuvor -1,8% um -1,2% gesunken.
  • Die Erzeugerpreise sind per August im Jahresvergleich um -7,9% nach zuvor -8,2% gefallen.
  • „Fixed Asset Investment“ nahm per August im Jahresvergleich um +33,0% nach zuvor +32,9% zu.
  • Die Industrieproduktion legte per August im Jahresvergleich um +12,3% nach zuvor +10,8% zu.
  • Die Einzelhandelsumsätze verbesserten sich per August im Jahresvergleich um +15,4% nach zuvor +15,2%.
  • Die Geldmenge M-2 erhöhte sich per August im Jahresvergleich in China um 28,5% nach zuvor 28,4%.

Zur Verdeutlichung fügen wir wesentliche Charts bei:

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Werfen wir einen Blick auf die Veröffentlichungen aus den USA vom gestrigen Donnerstag. Hier ergaben sich zwei Erkenntnisse.
Einerseits setzt sich die Stabilisierung am US-Arbeitsmarkt fort. Die Arbeitslosenerstanträge per Berichtswoche 5. September 2009 sanken von revidiert 576.000 (revidiert von 570.000) auf 550.000. Die Prognose war bei 560.000 angesiedelt.

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Andererseits ist unsere These bezüglich des Handelsbilanzdefizits offensichtlich korrekt. Im Bereich von 25 Mrd. USD liegt der strukturelle Teil des Defizits.
Per Juli kam es zu einer Defizitlage in Höhe von -31,96 Mrd. USD nach zuvor 27,49 Mrd. USD (revidiert von -27,01 Mrd. USD).
Die einsetzende konjunkturelle Stabilisierung (Exporte +2,2% nach +2,1% / Importe +4,7% nach +2,5%) als auch steigende Rohstoffpreise sind für die Zunahme verantwortlich. Die Prognose war bei -27,35 Mrd. USD angesiedelt.

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Bezüglich der heute anstehenden Veröffentlichungen verweisen wir auf die unten angeführte Datenbox. Wir werden uns in der kommenden Woche mit den Ergebnissen dezidiert auseinandersetzen.

Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das den Euro favorisiert. Erst ein Unterschreiten der Unterstützung bei 1.4120 – 1.4150 neutralisiert den positiven Bias des Euros.

 

 

Ergänzung aus dem Markt-Daten Blog:

 

Termine am 11.9.2009:

  Daten zuletzt: Konsensus: Bewertung:
USA Importpreise, Aug.
-0,7%
+1,0%
(14.30) Anstieg favorisiert.
USA Verbrauchervertrauen Uni Michigan, Sep.
65,7
67,3
(15.55) Leichter Optimismus für den vorläufigen Wert.
USA Lagerbestand Großhandel, Juli
-1,7%
-1,0%
(16.00) Weiterer Rückgang erwartet.
USA „Federal Budget“, Aug.
-111,9 Mrd.
-152,0 Mrd.
(20.00) „Solide“ Defizitlage in dieser Teilmenge des Gesamtdefizits …

 

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