Juni
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Mai
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April
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März
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Februar
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Januar
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von Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank
5. Juni 2008
USD gewinnt weiter an Boden, US-Daten überwiegend besser als erwartet!
Der Euro eröffnet heute bei 1.5425, nachdem im Handel in Fernost Tiefstkurse bei 1.5385 markiert wurden. Der USD notiert gegenüber dem JPY derzeit bei 105.50. „Carry-Trades“ zeigen sich stabil bis uneinheitlich. EUR-JPY stellt sich auf 162.80 und EUR-CHF oszilliert bei 1.6100.
Bevor wir uns den aktuellen Daten zuwenden, bedarf der „Bi-annual
Economic Outlook“ der OECD einer näheren Betrachtung. Nach
Ansicht der OECD haben die industrialisierten Länder den nahezu
perfekten Sturm durch die globale Finanzkrise bemerkenswert gut überlebt.
Dem stimmen wir auf ersten Blick grundsätzlich zu. Ein zweiter
Blick ist hier jedoch notwendig. An dieser Stelle muss der Preis für
dieses „Überleben“ thematisiert werden. Nur den Status
abzufeiern, griffe hier zu kurz. Der Preis für den aktuellen Status
ist die Entmündigung des Prinzips der freien Märkte in wesentlichen
Teilen und das ist ein hoher Preis. Nur massivste ordnungspolitische
Eingriffe zum Teil global koordinierter Natur, nur massivste Regeländerungen
für die Refinanzierung des Finanzsektors sind für den aktuellen
Status verantwortlich.
Die Öffentlichkeit ist auf die kurzfristigen Erfolge der Stabilisierung
fixiert, der gezahlte Preis interessiert derzeit noch wenig. Das mag
sich im weiteren Zeitverlauf ändern. Es muss schlussendlich gelten,
dass diejenigen, die verantwortlich handeln die Früchte des Systems
ernten und nicht die verantwortungslosen Protagonisten belohnt werden.
Die Lernkurven der letzten 10-15 Jahre wiesen in die falsche Richtung!
Der Datenpotpourri aus den USA bot dem USD überwiegend Unterstützung:


Heute steht zunächst der deutsche Auftragseingang im Fokus. Marktbeobachter
erwarten im Monatsvergleich einen Anstieg um 0,5%, nachdem es seit
Dezember 2007 kontinuierlich zu Rückgängen gekommen ist.
Das Risiko von negativen Überraschungen nimmt grundsätzlich
im Hinblick auf die globale Konjunkturabkühlung zu.

Das Direktorium der Bank of England sollte bei der heutigen Sitzung
den Leitzins unverändert bei 5% belassen. Inflationsdruck auf
der einen Seite und eine sich abschwächende Wirtschaft auf der
anderen Seite engen den handelungsspielraum der BoE aktuell ein und
forcieren eine abwartende Haltung.
Der EZB-Rat wird heute keine Veränderung der Leitzinsen veranlassen.
Der Fokus liegt auf der Pressekonferenz. Die Themen Inflationssorgen
und Inflationserwartungen werden weiter in der Zentralbankwelt der
EZB dominant ausfallen.
Aus den USA folgt die Veröffentlichung der Arbeitslosenerstanträge für die jüngste Berichtswoche per 31. Mai 2008. Analysten prognostizieren einen unwesentlichen Anstieg von 372.000 auf 375.000. Der beigefügte Chart verdeutlicht den sukzessiven Anstieg der Arbeitslosenerstanträge im Verlauf der letzten 12 Monate.

Zusammenfassend ergibt sich ein Szenario, das den USD favorisiert. Erst ein markantes Überwinden der Widerstandszone bei 1.5720 – 50 neutralisiert den positiven Bias des USD.
Termine am 5.6.2008
| Daten | zuletzt: | Konsensus: | Bewertung: | |
|---|---|---|---|---|
| D | Auftragseingang Industrie, April | -0,6% |
0,5% |
(12.00) Optimismus dominiert. |
| GB | BOE-Direktoriumssitzung | 5,00% |
5,00% |
(13.00) Keine Veränderung prognostiziert. |
| EU | EZB-Ratssitzung | 4,00% |
4,00% |
(13.45) Fokus liegt auf der Pressekonferenz. |
| USA | Erstanträge Arbeitslosenhilfe per 31.5. | 372.000 |
375.000 |
(14.30) Wenig neue Erkenntnisse erwartet. |
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