von Thomas A. Spörer

Rezessionsende in Sicht
Der neue Berichtszeitraum begann, wie der alte geendet hatte: äußerst erfreulich.
Der ZEW-Index stieg zum achten Mal in Folge, diesmal um 13.7 Zähler von 31.1 auf 44.8 und damit inzwischen sogar weit über seinen historischen Mittelwert von 26.3 Punkten. Selbst die Lage-Komponente für Deutschland verbesserte sich erstmals von 86.6 auf 89.7, was von ZEW-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Franz so kommentiert wurde: "Dieser vorsichtige Optimismus sollte nicht durch übermäßig pessimistische Mutmaßungen bereits im Keim erstickt werden." Wohl wahr. Jedoch "Es fehlt der Glaube", schrieb das Handelsblatt. Dieser Glaube ist jedoch eine eindeutig philosophisch religiöse und keine real wirtschaftliche Komponente.
Auch das Kieler IfW, der Internationale Währungsfonds IWF und die Deutsche Bank sehen nun bereits für den Sommer 2009 ein mögliches Ende der Krise - erwartungsgemäß, siehe dazu die KID-Prognose zur weiteren Entwicklung vieler Prognosen im Jahresverlauf. Nach allgemeiner Stimmungswende dreht jetzt mit Zeitversatz auch die Stimmung der Experten. Selbst Nouriel Roubini, dem die Finanzkrise zum Guru-Status eines "Propheten des Untergangs" verhalf, sieht nun ein baldiges Ende der Rezession, wenn auch mit in Folge nur langsamer Erholung speziell in Europa, wo man, seiner Meinung nach, viel zu sehr mit Steuergeldern geize. Den "geilen Geiz" an grundsätzlichem Optimismus in der alten Welt kennt er als US-Amerikaner iranisch-türkisch-israelischer Herkunft offenbar nicht. DIW-Präsident Klaus Zimmermann hatte schon 2008 erklärt, der mediale Wettlauf von Wirtschaftsforschungsinstituten und Bankanalysten in Richtung immer düsterer Prognosen würde Schwere und Länge der Wirtschaftskrise hierzulande verschärfen. Im Gegensatz zu einer Rezession ist und bleibt die Depression ein grundsätzlich psychologisches und kein ursprünglich volkswirtschaftliches Geschehen. Man kann sich dort ergo prima hineinreden und hineinsteigern - oder es bleiben lassen. Der realen wirtschaftlichen Entwicklung bleibt in dieser Hinsicht letztendlich aber auf Dauer nichts anderes übrig, als der kollektiv unbewussten Grundsatzentscheidung einer überwiegenden Mehrheit als letztendlich selbsterfüllender Prophezeiung zu folgen.
Zusammengefasst die "Nachrichten von der Preisfront": Der Index der US-Produzentenpreise stieg im Mai erneut, lediglich der prozentuale Vergleich zeigt hier noch relative Verbilligung gegen die hohen Werte des Vorjahres. Gleiches Bild bei den Konsumentenpreisen - steigender Preisindex bei rückläufiger Jahr/Jahr-Veränderung von nun -1% im Mai. Nach Umfragen fürchtet die Mehrzahl der Bundesbürger bereits heute eine neue Inflationswelle und ist damit der Meinung vieler Experten um einiges voraus. In der Vergangenheit lag diese durch Umfragen ermittelte Meinung jedoch meist absolut richtig. Der Bürger hat i.d.R. ein recht gutes Gespür dafür, was ihn bei den persönlichen Kosten der Lebenshaltung zukünftig erwartet. Thomas Straubhaar vom HWWI sagte bereits im Februar kräftig steigende Inflationsraten nach einer Talsohle im Sommer 2009 voraus. Dass er damit richtig liegen wird, ergibt sich schon aus der statistischen Berechnungsweise unserer Teuerungsrate im Jahr/Jahr-Vergleich und der sichtbaren Marktentwicklung bei Energie. 2008 war von hohen Energiepreisen geprägt, die bis Frühjahr 2009 einen mächtigen Einbruch erlebten. Dadurch sanken Lebenshaltungskosten und ausgewiesene Inflationsraten. Inzwischen hat Rohöl wieder kräftig aufgeholt, die Spotpreise stiegen über 100% seit Tief. Aber erst in Zukunft wird dieser Basiseffekt (wieder höhere Energiepreise gegenüber zuvor erfreulich niedrigen) sich in den ausgewiesenen amtlichen Zahlen eines "Jahr/Jahr-Vergleichs der starken Extreme" bei den Lebenshaltungskosten real messbar und sichtbar wiederspiegeln. Wer´s nicht glaubt, betrachtet die aktuell historische Differenz und deren Entwicklung zwischen Gesamtinflation und Kernrate. Ähnliches Bild bei den deutschen Produzentenpreisen: Stagnation im Index (Mai 108.20 nach 108.20) mit -3.6 beim Vergleich mit dem Vorjahr.
Der TCB U.S. Leading Indicator legte, wie hier vorhergesagt, erneut sehr kräftig um 1.2% zu und notiert damit erstmals seit September 2008 wieder über 100. Der Baltic Dry, Verlierer der Vorwoche, zog nach Korrektur bis 3452 wieder bis auf 4073 Punkte an. "Strong Signal Recession Will End this Summer" lautete die Headline zum Wochenschluss beim ECRI US-Frühindikator, er zog weiter strong bis auf 117.10 Punkte an. Die Wachstumsrate erreichte dadurch bis auf wenige Zehntel wieder die Null-Linie und ein neues 58-Wochen-Hoch. Den Auftakt zur nächsten Woche lieferte der ifo-Index. Das Geschäftsklima stieg zum dritten Mal in Folge, die aktuelle Lage-Einschätzung verlor nur noch ein Zehntel-Pünktchen, die Erwartung verbesserte sich weiter kräftig um 3.5 Punkte. Somit erfüllt der ifo, was sich zuvor im KID angekündigt hat. Es baut sich ein zunehmend kräftiges Erwartungs-Gap auf, dem die Lage-Einschätzung im weiteren Sommerverlauf nun unbedingt folgen muss - sonst droht im Herbst Enttäuschung. Konstant blieb beim ifo die verbalisiert negative Grundhaltung: statt "Pessimismus hat abgenommen" hätte man ebensogut "Optimismus hat zugenommen" formulieren können.
Weiter keinerlei Enttäuschung hingegen bei den tapferen deutschen Verbrauchern. Der GfK-Konsumklima-Index für Juli zog, nach monatelang gegen alle Unkenrufe überaus stabilem Verharren, zur Überraschung vieler Experten ein gutes Stück auf 2.9 Punkte nach 2.5 (hochrevidiert auf 2.6) nach oben. Dabei legten sowohl die Konjunktur-, wie die Einkommens-Erwartungen kräftig zu und auch die Anschaffungsneigung konnte sich weiter verbessern. Ebenfalls erfreulich fielen die Vorabzahlen bei den Euroland-Einkaufsmanagern aus, lediglich Deutschland enttäuschte die Erwartungen sowohl bei den Dienstleistern wie im verarbeitenden Gewerbe - monatelang stetiges Schlechtreden der Meinungsbildner fordert hier sichtlich seinen Tribut und vieles wird wie gewohnt erst sehr spät revidiert. Siehe dazu im Rückblick auf den Februar-KID: auch die OECD sieht inzwischen ein "Ende der Weltrezession" und erwartet nun plötzlich sogar einen leichten "Aufwärtstrend ab Sommer".
Unerwartet für viele Volkswirte, die im Konsens mit einem erneuten Rückgang gerechnet hatten, begannen die US-Auftragseingänge für Mai "zu liefern". Insgesamt verzeichneten die "Durable Goods" (langlebige Wirtschaftsgüter) einen erneuten Anstieg von +1.8% gegenüber dem aufwärtsrevidiertem Vormonat. Der Anteil an zivilen Investitionsgütern ohne Flugzeuge ("Non-Defense Capital Goods"), also volkswirtschaftlich gesehen "echte Investitionen" der US-Industrie-Unternehmen, erreichte dabei den höchsten monatlichen Zuwachs seit über fünf Jahren. Die stabilisierende Bodenbildung ist somit abgeschlossen und beginnt nun, der Stimmungswende folgend, in einen vorsichtigen Aufwärtstrend überzugehen. Das US-BIP zum 1.Quartal in der finalen Fassung wurde leicht aufwärts revidiert. Der direkte Vergleich von Q1-BIP-Zahlen unter gleicher Berechnungsweise für USA (-2.45) und Deutschland (-6.92) spricht allein schon Bände.
Zum Wochenschluss stiegen die vorläufigen deutschen Verbraucherpreise um +0.4% gegen Vormonat und +0.1% gegen Vorjahr (wie hier erwartet) erstmals wieder ganz leicht an. Der Preisindex selbst entspricht nun wieder dem Stand von Herbst 2008 - von realer Deflation in den Lebenshaltungskosten also keine Spur. Der ECRI Leading Index verbesserte sich weiter auf 117.60 Punkte. Die Wachstumsrate überschritt erstmals wieder die Null-Linie - ein mehr als nur deutliches Signal für das Ende der Rezession. Den knalligen Schlusspunkt der Woche lieferte das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan. Nach 68.70 im Mai und einem Juni-Mittmonatswert von 69.-, der auch Basis der skeptischen Konsensschätzungen der Experten war, sprang der Index zum Monatsende bis auf endgültige 70.80 Zähler für Juni auf den höchsten Stand seit Februar 2008. Der Konsum macht rund zwei Drittel des US-Bruttoinlandsprodukts aus. Das Unternehmer-Magazin "impulse" titelte in roten Grossbuchstaben "IHR JAMMERLAPPEN!" und berichtete über Unternehmen, die ohne Betteln um Staatshilfen die Krise offensiv für strategisches Wachstum nutzen.
Trotz aller Unkenrufe hielt sich der deutsche Arbeitsmarkt auch im Juni weiter wacker stabil. Natürlich ist die Maßzahl als solche künstlich heruntergerechnet, der angezeigten Tendenz jedoch kann man noch vertrauen. Die Arbeitslosenrate sank leicht von 8.2 auf 8.1%, damit sehen wir hier keine Katastrophe, sondern lediglich eine jammer- und krisenbedingt gebremste Frühjahrsbelebung. Die hätte durchaus noch lebendiger ausfallen können, wenn die katastrophalen Zukunfts-Prognosen des ersten Halbjahrs 2009 die deutsche Wirtschaft nicht teils völlig verantwortungslos in eine (Pressezitat) "Schockstarre" hineingetrieben und den latent ängstlich-depressiven Masochismus der "Malaise Allemand" permanent weiter geschürt hätten. Es läßt sich heute schon vermuten, dass der Tiefpunkt der Krise (siehe dazu Dr. Conrad Mattern) durch zukünftige Revisionen in den Spätherbst 2008 und die Wende zur "Rückkehr der Normalität" im wirtschaftshistorischen Rückblick auf den März 2008 datiert werden. Entsprechend besteht aktuell die reale Chance auf ein Ende der Rezession, das die Märkte wie üblich um einige Monate vorweg genommen haben. Optimismus und Mut wurden nach Ende des De-Leveraging querbeet durch viele Assetklassen überdurchschnittlich belohnt - dennoch droht allen Spät- und Neu-Einsteigern jetzt verschärft sommerliches Schwitzen, weil sich das Chance/Risiko-Verhältnis inzwischen längst wieder deutlich verändert hat.
Das hier ausführlichst dokumentierte Feuerwerk "völlig überraschend" positiver Wirtschaftsdaten plus die historisch rare wie reale Jahrzehnt-Chance auf besonders üppigen Investmentertrag innerhalb von nur vier durchweg sonnigen Monaten als "Potemkinsche Dörfer" abzuwerten oder sie als "hilflose Systempropaganda" abzutun, spricht für mehr als nur deutliche Realitätsferne. Angst ist ein gewaltiges, hoch wirksames Machtmittel, und wer sie, möglichst noch unter dem Mäntelchen des sorgenvoll mahnenden Gutmenschen, permanent auch gegen Zahlen, Fakten, Trends und Chancen weiter schürt, wird dafür sicher seine, wie auch immer gearteten Gründe und Absichten haben. Speziell selbstausgewiesen "kritische Geister" stehen dabei heute plötzlich, bewusst oder unbewusst, ausgerechnet den wirklichen Initiatoren und Nutznießern der gesamten Krise näher als es ihnen vermutlich moralisch recht und lieb sein dürfte.
Der Case-Shiller-Index überraschte positiv, sodass selbst am US-Immobilienmarkt die Stabilisierung nach dem Rekordtief vom Januar (trotz der Extreme beim Jahr/Jahr-Vergleich) langsam vorankommt. Der Einkaufsmanager-Index Chicago machte einen großen Satz nach oben von 34.9 auf 39.9 Punkte, federführend waren dabei in "Windy City" Auftragseingang und steigende Preise. Die US Chain Store Sales holten zum Monatsende schwungvoll auf, was sie Mitte Juni noch geschwächelt hatten. Lediglich das US-Verbrauchervertrauen des Conference Board gab zum Monatsausklang von 54.80 auf 49.30 ab - allerdings in Reaktion auf die überaus rasante Mehr-als-Verdoppelung der letzten beiden Monate. Die Baltic Indices konsolidierten weiter seitwärts, Öl versuchte sich nach Kontraktwechsel erneut in der kurzzeitig versuchten Annäherung an die 75.- USD-Marke. Der DAX lieferte ein technisch sauberes Pullback punktgenau auf den aufwärts überwundenen fallenden 200-Tage-Schnitt, der Nikkei brachte es in der letzten Juni-Sitzung erneut ganz kurz auf 10.000.- Punkte. Dennoch erscheinen nach nunmehr vier Monaten fast ununterbrochener Anstiege die meisten Märkte fast schon so heißgelaufen wie die schwülen Außentemperaturen Ende Juni. Noch droht hier keine rasante Abkühlung, im Gegenteil stattdessen ein langsames Weichkochen aller am Rand Verweilenden und (zu) Spät-Berufenen, bis Richtung Spätsommer/Herbst ggf. genug Potential für eine kräftigere Ernüchterungs-Korrektur angesammelt ist.
Der Juli begann, wie fast schon üblich, knallig mit den Einkaufsmanagern, deren Indices ebenfalls weiter "real hot" lieferten. In der Eurozone wurden Vorabschätzung und Erwartung mit endgültigen 42.6 nach 40.7 Punkten überboten, die deutschen Einkaufsmanager ließen ihren pessimismus-geschwächten Index um 1.3 Punkte auf 40.9 steigen. Der japanische Tankan-Bericht fiel zwar deutlich besser aus, enttäuschte aber die zuvor noch höheren Erwartungen. Die chinesischen Einkaufsmanager zeigten dagegen weiter eine sehr robuste Konjunkturentwicklung im Reich der Mitte an. Im Reich der Lavalampen lieferten die US-Einkaufsmanager erfreuliche weitere 2 volle Punkte von 42.8 auf 44.8 Zähler - die magischen 50 rücken näher und wurden von etlichen Teilkomponenten bereits jetzt erreicht oder überschritten, nur die langsamen Trendfolger der Teilindices hängen noch nach. Das weltumspannende Fazit lautet somit: es ist zwar vielerorts noch ein gutes Stück Weg bis zur 50%-Wachstumsschwelle zurückzulegen, aber wir sind, von vielen gänzlich unerwartet, dabei überall recht gut unterwegs. Allein China liegt jetzt bereits im vierten Monat klar oberhalb der 50er Marke bei aktuell 53.2 Punkten.
Der deutsche Einzelhandel verbuchte, ebenfalls allen Unkenrufen zum Trotz, saison- und kalenderbereinigt im Mai ein Umsatzplus von 0.5% gegenüber April. Am US-Arbeitsmarkt zeigte sich erwartungsgemäß noch keine Besserung, die Arbeitslosenrate stieg im Juni weiter marginal von 9.4 auf 9.5 Prozent. Entsprechend stagnierten auch die durchschnittlichen Stundenlöhne, ein wenig beachteter aber durchaus marktrelevanter Indikator. Die Erstanträge (Jobless Claims) blieben zwar auch im Juni weiter oberhalb der 600.000er-Marke, zeigen aber seit April rückläufige Tendenz. Die endgültigen Zahlen bei den US-Auftragseingängen im Mai blieben im Rahmen der positiven Erwartungen. Der wegen Independence Day früher publizierte ECRI Weekly Leading Index verharrte bei 117.6 Punkten, die zukünftige Wachstumsrate verbesserte sich nach Überschreiten der Null weiter auf 4.- glatt. Der ECRI "Inflations-Druckmesser" (USFIG) stieg von 79.7 auf 81.9 an.
Zum folgenden Wochenauftakt lieferte der Konjunktur-Sentix einen ersten deutlichen Dämpfer. Mit Ausnahme des asiatischen Wirtschaftsraums korrigierten weltweit die Erwartungen, während die Lage-Komponenten weiter sehr zäh mit Bodenbildung beschäftigt waren. Zu schnell und deutlich zu steil war tiefe Verzweiflung in relativen Optimismus umgeschlagen, das Erwartungs-Gap dadurch in kurzer Zeit schlicht zu groß geworden. Eine substantielle Erholung in den realwirtschaftlichen harten Daten braucht Zeit und Geduld. An den Märkten jedoch herrscht längst wieder Ungeduld, teils wird statt der erfreulichen Rückkehr zur Normalität bereits der nächste Aufschwung erwartet. Dafür ist es aber noch deutlich zu früh - die in den letzten Monaten gesehenen Stimmungsextreme müssen sich naturgemäß erst aus- und wieder einpendeln.
Mit dem Erreichen und teilweise Überschreiten der Null-Linie befinden wir uns momentan in einer psychologisch verzwickten Situation: Wer 2009 frühzeitig Ende Februar/Anfang März Long eingestiegen ist, stellt sich nach der überaus kräftigen Erholung vieler Märkte heute Anfang Juli die Frage: Und was fange ich nun mit dem Restjahr an? Wer den rechtzeitigen Einstieg verpasst oder zu lange gezögert hat, fragt sich hingegen: Was fange ich mit dem Gesamtjahr 2009 (unter Performance-Gesichtspunkten) nun überhaupt noch an? Beiden Anlegergruppen dürfte eine entweder recht zufriedene oder durchaus noch ziemlich unzufriedene Grundhaltung mitsamt der beiderseits damit verbundenen Ungeduld noch eine Weile erhalten bleiben, denn vor einer zügigen Fortsetzung in Richtung eines eventuellen Aufschwungs liegt zunächst die grade erst mühsam und ansatzweise begonnene Rückkehr zur Normalität in den harten und zeitverzögert nachlaufenden Daten und Indikatoren. Ernüchterung scheint daher eine gesunde und mehr als angebrachte Reaktion - bei den "schnellen" Investoren in der Form, dass mit der Stimmungswende leicht zu verdienen war und die Bäume trotzdem nicht sofort weiter bis in den Himmel wachsen, bei den skeptischen Anlegern in der Form, dass sie eine sichere Jahrzehnt-Chance leider überwiegend versäumt haben und ihnen die laufenden Korrekturen ggf. neue Chancen eröffnen.
Der Non-Manufactoring-Index der Einkaufsmanager der US-Dienstleister erfreute erneut mit einem kräftigen Sprung von 44 auf 47 Punkte glatt. Business Activity mit 49.8 nach 42.4 und New Orders mit 48.6 nach 44.4 erreichten dabei fast wieder die 50er Normalzone zum Wachstum. Die Preise sprangen mit 53.7 nach 46.9 im Juni schon deutlich darüber. Etwas weniger neue Begeisterung bei den deutschen Einkaufsmanagern im DL-Bereich, ihr Index verharrte unverändert auf Siebenmonatshoch bei 45.2 Zählern. In der gesamten Eurozone ergab sich ein minimaler Rückgang von 44.8 auf 44.7 Punkte. Zum Vollmond schließlich erschienen überm Horizont dick, rund und gelb die deutschen Auftragseingänge für den Wonnemonat Mai, der wichtigste Wegweiser in die nähere Zukunft bei den harten Daten. Experten hatten nur ein mickriges Plus von 0.5% gegen Vormonat erwartet, stattdessen stand, fast neun Mal höher, zum dritten Mal in Folge ein Anstieg von diesmal satten +4.4% quer durch alle Bereiche in den Büchern. Die harten Daten beginnen unzweifelhaft nun auch real zu liefern.
Am Donnerstag folgten direkt weitere wichtige "harte" Barometerstände der deutschen Wirtschaft: in den Außenhandelszahlen für Mai war bei den Exporten ein kleiner Anstieg zu verzeichnen, durch rückläufige Importzahlen ergab sich aber ein unerwartet kräftiger Zuwachs in der Außenhandelsbilanz. Ebenfalls sehr positiv überraschte die Produktion im verarbeitenden Gewerbe, hier war ein Anstieg von 3.7% zu verzeichnen. Die Kapitalgüterproduktion wuchs um 8.3%, die Vorleistungsgüter steigerten sich um 4.3%. "Dass es so stark hochgeht, hat uns überrascht," lautete ein Kommentar aus dem ifo-Institut, "es könnte sein, dass die Welt besser dasteht als bisher gedacht." In der Tat, das könnte sein - siehe die KID-Kommentare der letzten Monate. Erfreuliche Aufhellung endlich auch bei den U.S. "Unemployment Claims" am Arbeitsmarkt: in der Independence-Day-Woche gelang erstmals in diesem Jahr der lang erwartete klare Durchbruch unter die 600.000er-Marke mit saisonbereinigt 565.000 gemeldeten Erstanträgen.
Somit lässt sich nach dieser "besten harten Woche" seit Langem ein erfreuliches Anziehen auch der Hard Fundamentals zwar nicht mehr leugnen, jedoch liefen inzwischen die "frühen Trendsetter" kräftig in die Korrektur. Crude Oil unterschritt erstmals wieder deutlich 60.- USD, ähnlich steil abwärts sanken auch andere Rohstoffe und etliche Aktienindices. Der Baltic Dry beendete die Woche bei nur noch mickrigen 3018 Zählern. Dazu passend fiel auch der Mittmonatswert beim US-Verbrauchervertrauen der Uni Michigan, nach 70.8 im Vormonat folgte hier ein deutlicher Rückgang auf 64.6 Punkte. Der ECRI Weekly Leading Index kletterte dagegen weiter auf 118.5 nach revidierten 117.4, die Wachstumsrate erreichte mit +5.4% den höchsten Stand seit Juli 2007. Das US-Handelsbilanz-Defizit fiel auf einen 10-Jahres-Tiefstand von unter 26.- Mia USD, bedingt durch rückläufige Öl-Importe und einen kräftigen Anstieg bei den amerikanischen Exporten, mit plus 9.8% besonders stark bei industriellen Vorleistungsgütern. Dies spricht für eine grundsätzliche Belebung der internationalen Nachfrage und dürfte im kommenden US-Wachstum insgesamt positiv zu Buche schlagen. Insofern sollte man die plötzlich "etwas solider wirkenden U.S.A." nicht etwa als Zeichen allgemeiner neuer Schwäche werten.
Ähnliches gilt für den ZEW-Index, der erstmals seit Monaten wieder leicht korrigierte, mit 39.5 nach 44.8 aber weiter komfortabel über dem historischen Mittelwert von 26.3 Punkten bleibt. Die Bäume wachsen zum Glück nicht direkt in den Himmel, das Erwartungs-Gap hat sich wieder marginal verkleinert. Die US-Einzelhandelsumsätze im Juni stiegen um 0.6%, erwarteten waren nur 0.4%. Sehr erfreulich fielen erneut diese Woche die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung aus, sie sanken weiter auf 522.000 nach revidierten 569.000 in der Vorwoche - es handelt sich also um keine Eintagsfliege. Der Baltic Dry erholte sich von unter 3000 wieder auf 3501 Punkte. China meldete BIP-Zahlen für das zweite Quartal, mit +7.9% nach +6.1% kann man hier wieder von "Vollgas" sprechen, die Industrieproduktion im Juni stieg um fast 11% nach knapp 9% im Mai. Positives zuletzt auch aus dem US-Immobiliensektor: Die Baugenehmigungen stiegen um 8.7% von 518.000 auf 563.000, die Baubeginne von 562.000 auf 582.000 - weit weg von früheren (ungesunden) Boom-Zeiten, dennoch auf Erholungskurs. Den Ausklang bildete wieder der ECRI WLI, hier wurde die Vorwoche von 118.5 auf 119.- aufwärts revidiert, aktuell ergab sich auch hier ein kleiner Rücksetzer auf 118.1 Punkte. "The Recession is over", kommentierte Newsweek.
Zusammengefasst, durch den langen Berichtszeitraum verursacht, eine zweite Runde Nachrichten von der Preisfront: Die endgültigen deutschen Verbraucherpreise wurden mit plus 0.4% gegen Vormonat und 0.1% gegen Vorjahr bestätigt. Dass es sich keinesfalls um allgemein sinkende Lebenshaltungskosten handelt, belegen trotz inzwischen spürbar angezogener Literpreise immer noch drastische Einzelwerte aus dem Energiebereich (jeweils gegen Vorjahr): leichtes Heizöl minus 40.2%, Dieselkraftstoff minus 26.7%, Superbenzin minus 11.6%. Die Inflationsrate ohne Energie lag im Jahresvergleich bei plus 1.1% für Juni. Viele "Super-Rabatte" und "Nullzins"-Finanzierungsangebote entpuppen sich bei näherem Hinsehen ohnehin nur noch als reine Augenwischerei der zuständigen Marketingabteilung. Der Index der deutschen Großhandelspreise zeigte den dritten Anstieg in Folge, nur der Jahr/Jahr-Vergleich der Extreme täuscht hier noch (bis voraussichtlich Dezember) scheinbar über die eigentliche Preisentwicklung hinweg. Der Index der US-Produzentenpreise machte im Juni einen gewaltigen Satz nach oben und legte im direkten Monatsvergleich ein sattes Plus von 1.4% sowie ein Sieben-Monats-Hoch hin - die höheren Rohölpreise sind inzwischen sichtlich angekommen. Auch die US-Konsumentenpreise zogen zum zweiten Mal, diesmal sprunghaft plus 0.7% gegenüber Mai an, der Juni-Preisindex selbst generierte dabei ebenfalls ein Sieben-Monats-Hoch. Die amtliche Inflationsrate lag -1.1% unter Vorjahr. Vergleicht man statt aufs Gesamtjahr jedoch mit dem Dezember 2008, errechnet sich bereits wieder eine Teuerungsrate von +1.4%.
Im Fazit sahen wir wiederum einen überwiegend positiv sonnigen Berichtszeitraum: Leichte, durchaus sinnvolle Bremsspuren bei den schnell vorlaufenden und Stimmungs-Indikatoren, kompensiert durch endlich beginnendes "Liefern" der substantiellen harten Datenreihen. Es bleibt neben Rest-Unsicherheiten ein hohes Erwartungs-Gap, dem jedoch zuletzt einiges an "Enttäuschungs-Brisanz" schon wieder genommen wurde. Die KID-Grafik zeigt entsprechend eine etwas weniger steile aber stetige Fortsetzung der laufenden Aufwärtstendenz. Nach Überwinden der 50%-Linie des mittelfristigen Abwärtstrends C nähern wir uns nun der 75%-Linie (Pfeil). Ziel bleibt die "Rückkehr zur Normalität" (2. Pfeil), erst dort wird es wieder richtig spannend mit der langfristigen Frage, ob der "Wiedereintritt in die Umlaufbahn" der wirtschaftlichen Normalzone mitsamt endgültigem Überwinden des Abwärtstrends C gelingt. Der KID-Oszillator reagiert, wie er reagieren muss: Nach zuvor kräftigem Unterschießen folgt nun ein anständiges Überschießen oben aus der Normalzone. Die Korrektur wird zwangsläufig früher oder später folgen, im Bild bereits angedeutet durch einen roten oberen Wendebogen. Heftige Extreme, krasser Absturz und V-förmige Erholung erfordern zukünftig ein natürliches Auspendeln.
Die für viele überraschend positiven harten Fundamentaldaten beendeten umgehend die laufenden Korrekturen an den meisten Märkten. Beim DAX kam das Kreuz aus 100- und 200-Tage-Schnitt stützend hinzu, sodass direkt ein erneuter Anlauf auf die 5000er Marke folgte. Der gleitende 200-Tage-Schnitt ist eben dabei, vom Fallen in die Waagrechte über zu gehen, der V-DAX (neu) zeigte dabei erstmals seit September 2008 wieder die "25" vor dem Komma. An der mittelfristigen Charttechnik hat sich wenig verändert, kurzfristig lag die Korrektur seit Langem in der Luft, weil die stetige Aufwärtsbewegung seit 3600 schlicht zu steil verlief. Der momentan gültige Aufwärtstrend hätte unten Platz bis etwas über 4200 Punkte gelassen, der aber nicht annähernd ausgeschöpft wurde. Auf der Oberseite warten nach der 5000er Marke der obere Rand des Abwärtstrends (knapp 5300, fallend) sowie die 5400. Der MDAX ringt weiter an den 6000 Punkten, der TecDAX mit den 650, denen aber schon bei 700 und rund 725 weitere kräftige Widerstände folgen.
Der S&P 500 unterschritt seinen ebenfalls horizontal eindrehenden 200-Tage-Schnitt zuletzt garnicht und kämpft inzwischen wieder mit seinem langfristig entscheidenden 20-Jahres-Schnitt bei 930 Zählern. Somit befinden wir uns hier "in the Middle of Nowhere" genau zwischen Märztief und optimistischen 1150-1200 Punkten und dem 20-Jahres-Schnitt als Hauptkampflinie zwischen Bullen und Bären. Am solidesten, fundamental klar unterstützt von Wirtschaftsentwicklung und Erwartung, wirken die asiatischen Indices. Grundsätzlich geben sich auf den momentanen Index-Ständen früh eingestiegene Gewinnmitnehmer und durch verbesserte harte Daten ermutigte späte Einsteiger die Klinke der Drehtür in die Hand. Der Bund-Future agierte zumeist direkt spiegelverkehrt, und im Dollar nichts Neues. Die Hauptmärkte haben damit bereits erreicht und kurzzeitig verwirklicht, was der Stimmung und den Experten noch bevorsteht, ein Auspendeln der Emotionalitäten und das relative Zurückfinden zur Mitte. Die weitere Entwicklung des Erwartungs-Gap´s sowie ein unbedingt erforderliches stetig fortgesetztes "Liefern" und Aufholen in den harten Daten mit Richtung Normalität werden darüber entscheiden, ob in näherer Zukunft eine tendenziell störungsfreie Fortsetzung der Erholung in gemäßigterer Gangart möglich ist, oder ob sich doch noch ein mehr oder weniger kräftiges Enttäuschungspotential aufbauen wird. Die letzten fünf Wochen haben hier zumindest eine für viele überraschende Entspannung gebracht. Weiteres Entspannungspotential liegt im natürlichen Zeitlauf, denn je mehr wir uns den Jahrestagen von herbstlich katastrophalen Schocks und früh- bis spätwinterlichen Tiefständen nähern, desto positiver werden die unvermeidlich folgenden prozentualen Jahr/Jahr-Vergleiche dann wieder ausfallen.
Abschließend erneut vielen Dank für alle Kommentare und Mails, die leider nicht einzeln beantwortet werden können. Erfahrungsgemäß neigen Bewertungsdiskussionen zudem grundsätzlich zu ergebnisloser Endlosigkeit. Eine subjektive Marktbewertung in einer Extremsituation ist, anhand vieler historischer Beispiele belegbar, wenig bis garnicht geeignet, den realen "Wert" eines Assets zu ermitteln. Seit Herbst 2008 gab und gibt es in vielen Marktsegmenten vollkommen irrationale Kursstellungen und teils immense Geld-Brief-Spannen aufgrund des praktischen "Brachliegens" dieser Märkte. Mit denen sich zeitweise überdimensional gut verdienen ließ, sobald der entsprechende Markt wieder erste Normalisierungstendenzen zeigte. Typisches Beispiel sind viele Bankaktien, deren jeweils "aktuell faire" Marktbewertung im Mai doppelt, dreifach oder noch deutlich höher lag als zuvor im März.
Noch krasser fielen die explosionsartigen Anstiege bei der Bewertung und damit in den gehandelten Preisen von (an deutschen Börsen notiertem) Ergänzungskapital des Bankensektors aus (sog. nachrangiges Hybrid- und Tier-Kapital). Selbst durchschnittliche Anleihen mittlerer Bonität zeigten von ihren zuvor gesehenen Tiefs, gegenläufig zum Trend der westlichen Staatsanleihen, weit überdurchschnittliche, schon fast dem Aktienmarkt ähnliche Kurszuwächse innerhalb kurzer Zeit. Die Normalisierung nach der Krise - wie sie hier frühzeitig angekündigt und als praktisch unvermeidliche zyklische Reaktion erwartet wurde. "Mark to Market" liefert in Extremsituationen oder auf total darnieder liegenden Märkten eben doch kein objektives Bild zur Bewertung. Verwiesen sei hier noch auf ein Interview mit Sir Michael Rake, Multi-Aufsichtsrat und weltweit gefragter Top-Berater. Kernaussage: "Der Staat erhält all sein investiertes Geld in einigen Jahren zurück", sofern er die übernommene Verantwortung sinnvoll managt und auf eine langfristige Erholung der Weltwirtschaft setzt. Populistischen Negativ-Extremen erteilte er eine klare Absage. Das Bad-Bank-Konzept der Bundesregierung ist immerhin auf zwanzig lange Jahre ausgelegt.
Die Rezession geht ohne Zweifel langsam zu Ende. Die Krise hat somit ihren Zweck erfüllt und ihre Schuldigkeit getan. Goldman Sachs und JP Morgan meldeten, wen wunderts, Rekordzahlen. Ein Teil der über Jahre angesammelten US-Lasten wurde erfolgreich auf die scheinbar überaus duldsame Restwelt verteilt. Der FED gelang der Sprung zur fast völligen Kontrolle des US-Bankensystems, die amerikanisch dominierten Welt-Organisationen konnten ihren alten, zuvor klar rückläufigen Einfluss überwiegend wieder herstellen bzw. noch ausbauen. Aufstrebende Regionen und Schwellenländer wurden in ihrer dynamischen Entwicklung kräftig abgebremst und teils in erneute Abhängigkeiten geführt. Osteuropa hängt heute fester denn je und für viele weitere Jahre am monetären Tropf des IMF. Neben China und Südamerika scheint sich die US-Wirtschaft am schnellsten und kräftigsten wieder zu erholen. Weltweit war aus politischem Munde zwar zu hören, die Krise habe "ihren Ursprung", ihren Anfang oder "ihre Ursachen" eindeutig in den USA gehabt - dennoch blieben die Hintergründe großteils völlig un-hinterfragt im Dunkel und niemand kam trotz aller Angst, Wut und Verzweiflung auch nur ansatzweise auf den naheliegenden Gedanken, den verantwortlichen US-Institutionen ihren "toxischen" Subprime-Dreck gebündelt hübsch verpackt retour vor die Füße zu schmeißen.
Stattdessen wurden unisono und im internationalen Schulterschluss erfolgreich die bösen "Spekulanten", Manager, Hedgefonds oder sogar "Steueroasen" (mit selbstverständlich strikter Ausnahme des US-Bundesstaats Delaware als Heimat der meisten SIV´s und außerbilanziellen Zweckgesellschaften) als Ersatz-Verursacher und schuldige Sündenböcke präsentiert und propagiert. Die mehr als fragwürdigen US-"Rating-Agenturen" und alle nationalen und weltweiten Aufsichts- und Kontrollbehörden werden, wohl wegen ihres zuvor gezeigten Totalversagens, nun schnellstens noch weiter ausgebaut. Die weltweite staatliche Kontrolle über Kapitalströme und "freie Märkte" und damit die zentrale Machtbündelung nimmt so kräftig zu wie der im Kontroll-Aufbau parallel weiter betriebene Demokratie-Abbau. Krisenangst und Schrecken machen eben vieles möglich - da wird unter allgemeinem Applaus der Bock noch selbst zum hauptverantwortlichen Gärtner befördert. Und findet dazu seine "Fünfte Kolonne" als willige Propaganda-Kompanie ausgerechnet in non-amerikanischen intellektuellen und systemkritischen Kreisen, die brav das Ihrige zum weltweiten Mega-Erfolg der augenfälligen Shock-and-Awe-Strategien beigesteuert haben. Während das (nur vermeintlich!) "dumme Volk" von der ganzen Panikmache relativ unberührt blieb, sich kurzzeitig bietende (Preis-)Vorteile offensiv genutzt hat und sein Missfallen und grundsätzliches Misstrauen stattdessen in zunehmender Nicht-Teilnahme am "demokratischen Wahlprozess" ausdrückt - da existentielle Grundsatzfragen von Euro-Einführung über Kampf- und Kriegseinsätze bis zur EU-Verfassung der politischen Kaste offenbar mit einem einmaligen 4-Jahres-Pauschal-Mandat ausreichend basisdemokratisch abgegolten erscheinen.
Insofern ähnelt die größte Weltwirtschafts- und Finanzkrise seit Anno Schlagmichtot sogar prinzipiell und strukturell der maximalen zukünftigen "Welt-Klima-Katastrophe", deren oberster Mentor mitsamt den führenden (pseudo-)wissenschaftlichen Institutionen und Organisationen rein zufällig auch in den USA beheimatet ist. Deutschland hat in den vergangenen achtzehn Jahren seinen CO2-Ausstoss brav, vorbildlich und folgsam zulasten der Volkswirtschaft mit erheblichen Kosten mühsam von 280 auf 220 Mio Tonnen jährlich gesenkt. In den USA stieg dagegen der CO2-Ausstoss im gleichen Zeitraum rasant von 1300 auf 1600 Mio Tonnen per Anno. Behaupte da noch jemand, dass alternativ-kritische "Information" und via Medien global erweiterte Bewusstseinsnormen keine Kapitalberge versetzen könnten. Der grundsätzliche Weltuntergang ("Game Over") bleibt, davon ab, selbstverständlich eine ganz natürlich beschlossene Sache - so in etwa circa 5 bis 7 Milliarden Jahren. Ob es ratsam, nützlich, ertragreich oder gar sonderlich erfreulich ist, sämtliche Inkarnationen bis dahin in ängstlich-negativer Zukunftserwartung und pessimistischer Grundhaltung auch gegen eine dynamisch gelaufene Aufwärtswelle zu verbringen, sei dahingestellt und bleibt schließlich auch jedem selbst überlassen.
Genießen Sie also bei entsprechendem Bedarf vorerst nach Lust und Laune weiter den Sommer, der nächste Winter kommt unvermeidlich mit wieder deutlich steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten sowie nach dem Wahltermin voraussichtlich mit "krisenbedingt" höheren Steuern und Abgaben ...
Thomas A. Spoerer
& Team