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Elliott-Wellen Analysen

von André Tiedje, Charttechnischer Analyst

DOW Jones - Jetzt kommt alles zusammen...


Die Bullen sind erwartungsgemäß Back on Stage und feiern ihr Debüt. Sie melden sich eindrucksvoll zurück und katapultieren den DOW Jones Index im Wochenergebnis um 597,42 Punkte in die Höhe. Hut ab kann man da nur sagen.

Dow Jones: 8.743,94 Punkte / ISIN: XC0009694206

Bevor ich, wie üblich, mit einigen Zitaten beginne, möchte ich mich recht herzlich bei einigen Stammlesern, die sich diese Elliott Wellen Analyse zu einer Pflichtlektüre gemacht haben, bedanken. Vielen Dank für die netten Worte, die Sie mir auf dem schriftlichen Weg zukommen lassen haben. Ich denke diese Danksagung ist an dieser Stelle erlaubt und angebracht.

Mit dieser Elliott Wellen Analyse möchte ich Ihnen einige wichtige Sachen in Erinnerung rufen, aber beginnen wir zunächst mit den Zitaten.

"Der DOW Jones sollte also aus dem Stand heraus um 300,00 Punkte fallen. Immerhin die Hälfte davon konnte er in der vergangenen Handelswoche abarbeiten. Das restliche "sichere" Abwärtspotenzial dürfte er dann in der bevorstehenden Handelswoche erreichen.

Ist das Abwärtspotenzial denn wirklich so sicher?

NEIN, die Bären haben noch minimales Korrekturpotenzial. Es ist sehr schwierig das Tief exakt auszuloten. Dafür benötigt man die Intradaymuster, die sich dann von Tag zu Tag in den Kursen darstellen. Es lässt sich aber weiterhin an dem seit langem erwähnten übergeordneten Korrekturziel festhalten."

Genau, dafür benötigt man die Intradaycharts. Diese sind erforderlich für das Feintuning. Es ist uns im US Index Day Trader gelungen dieses Tief dann tatsächlich auszuloten und mit einem Positionstrade nachzubilden. Dieser liegt aktuell mit über 600,00 Punkte im Plus. Ich denke auch das ist an dieser Stelle erlaubt zu kommentieren. Aber auch der aufmerksame, regelmäßige Leser war vorbereitet und konnte seine Shortpositionen ablegen, oder sogar in Longpositionen drehen. Letztendlich muss es Teilnehmer geben, die das Tief nicht erahnen, nur so funktioniert Börse.

Warum schreibe ich das eigentlich? Es hat einen gravierenden Grund!

Sehen Sie sich den Kursverlauf der letzten 5 Handelstage genau an. So sieht es aus, wenn Marktakteure in Schieflage geraten. So sieht es aus, wenn die Mehrzahl der Marktteilnehmer Fehlentscheidungen getätigt hat. Diese Kursbewegung besitzt eindeutigen Squeeze Charakter. Die Bären müssen mit Mann und Maus raus aus den Shorts. Stichwort kognitive Dissonanz, aber dazu kommen wir später noch.

Ich möchte mit einem Zitat fortfahren:

"Um es in Wahrscheinlichkeiten auszudrücken. Ich halte eine Trendwende im Bereich bei 7961,00 Punkten (80 %) für wahrscheinlicher, als eine Trendwende bei 7918,00 Punkten (20 %).

 

Bedenken Sie bitte, dass wir es mit einer "zickigen" c Welle der Welle b zu tun haben. Die Abonnenten des US Index Traders wissen was gemeint ist. Diese c Welle kann spontan und ohne Vorankündigung enden. Jedes Tief könnte das letzte sein. Bedenken Sie, dass nach dem Ende einer Welle c direkt eine deutliche Gegenbewegung eintreten dürfte und zwar in Trendrichtung. Das heißt, ich rechne bereits ab Dienstag mit einer deutlichen Gegenwehr der bullischen Marktteilnehmer, spätestens jedoch ab dem 18.07.2009. Dieses Zeitziel würde ich den Bullen aus jetziger Sicht noch gewähren. Spätestens dann sollten sie in Erscheinung treten."

Ich denke das hätte man kaum besser ausdrücken können. Wenn Sie zwischen den Zeilen gelesen haben, dann werden Sie erkannt haben, dass es gar nicht darum ging, ob es zu einer Trendfortsetzung kommt oder nicht, sondern es ging primär um den Zeitpunkt, wann diese deutliche Gegenwehr eintreten sollte. Jetzt dürften auch einige Leser aus dem kostenfreien Bereich die Bekanntschaft mit dieser erwähnten zickigen c-Welle gemacht haben.

Warum schreibe ich das eigentlich? Es hat einen gravierenden Grund!

Sie haben gesehen wie spontan diese c-Welle tatsächlich endet. Sie sehen das erreichte, beeindruckende Wochenergebnis. Kam es tatsächlich spontan und ohne Ankündigung? Die Frage möchte ich ohne Kommentierung so stehen lassen. Ich möchte Ihnen aber mitteilen, dass wir uns wieder in einer "zickigen" c-Welle befinden. Sie sehen oben rechts im Elliott Wellen Chart, dass noch die Welle c der Welle y der Welle 4 offen ist. Es handelt sich also tatsächlich um eine c-Welle. Was haben wir gelernt? Sie kann ohne Ankündigung und spontan enden. Ich lasse auch das unkommentiert so stehen und komme etwas später darauf zurück.

Fahren wir fort mit einem Zitat:

"Das in der kommenden Handelswoche entstehende Tief auszuloten, gehört sicherlich zum Feintuning. Mit dieser Analyse geht es primär um eine mögliche bevorstehende Sommerrallye. Es wird von enormer Bedeutung sein, wie sich die Bullen in den Zielbereichen zeigen. Entsteht da dann wirklich der erwartete Kaufdruck. Entsteht da tatsächlich eine deutliche bullische Entladung, die das Wort Entladung gerecht wird. Oder tropft der DOW Jones nur aus Mitleid nach oben hin ab. Diese Entwicklung muss in den kommenden Handelstagen abgewartet werden. Können die Bullen tatsächlich Zug nach oben erzeugen?"

Die Frage muss ganz klar mit ja beantwortet werden. Die Sommerrallye ist gestartet. Die Bullen zeigen erzeugen deutlichen Kaufdruck und es findet eine Entladung statt, die das Wort Entladung gerecht wird. Ist das wirklich alles so eindeutig? Noch ja, die Ziele nach oben und hier speziell das 9379,00er Ziel ist ja noch offen. Ziele sind dafür da um abgearbeitet zu werden.

Ich fahre fort mit einem Zitat, in der Hoffnung Sie nicht zu langweilen:

"Solange der Markt nur in Bearflags oder Wimpeln nach unten dümpelt ist von dem "richtigen" Bullen nichts zu spüren. Welche tatsächliche Kraft ein Bulle entwickelt, durften wir ab März 2009 erleben. Er hat kaum bärische Konsolidierungsmuster zugelassen. Er hat es kaum zugelassen mit einem vernünftigen Chance Risiko Verhältnis in den Markt zu kommen."

Oh ja, er ist wieder da und er wird es sicher erneut kaum zulassen mit einem vertretbaren Chance Risiko Verhältnis in den Markt zu kommen. Hier sind jetzt eher die mutigen Akteure gefragt.

Und damit sind wir beim letzten Zitat, bevor wir zu der eigentlichen Analyse kommen: Sie erinnern sich sicher an die kognitive Dissonanz. Dieses Zitat liegt einige Wochen zurück, hat aber NICHTS an der Aussagekraft verloren.

"Der negativ empfundene Gefühlszustand (Kognitive Dissonanz) der bärischen Marktteilnehmer dürfte in der vergangenen Handelswoche einen Belastungstest erfahren haben. Speziell der Freitagshandel sendete hier deutlichere Signale. In dieser Marktphase nehmen die bärischen Teilnehmer die negativen Nachrichten verstärkt wahr. Sie suchen nach Gründe um ihre negative Marktmeinung zu bestätigen. Die informationsverarbeitenden (kognitiven) Gedanken der Bären dürften in den kommenden Wochen gebrochen werden. Das heißt, findet auf der emotionalen Ebene eine Veränderung statt, dann wird die Mehrzahl der bärischen Marktteilnehmer nach neuen Informationen suchen."

Der Stammleser hat diese Aussage sicherlich noch im Hinterkopf. Es sollte also ein Umstellungsprozess der bärischen Marktteilnehmer stattfinden. Der finale Umstellungsprozess der Marktteilnehmer wird aus wellentechnischer Sicht in einer Welle 5 im Bullenmarkt und einer Welle c im Bärenmarkt begleitet. Sie sehen, wir sind wieder bei der "zickigen" Welle c angekommen. Beachten Sie erneut den Kursverlauf der letzten 5 Handelstage. Erkennen Sie, dass genau dieser Umstellungsprozess jetzt läuft? Nennen Sie mir bitte einen Bären. Oder stelle ich diese Frage einige Wochen zu früh? Ach ja, wir haben ja noch das 9379,00er Kursziel abzuarbeiten. Ich vergaß.

Warum schreibe ich das eigentlich? Es hat einen gravierenden Grund!

Ich habe in den letzten Monaten, eigentlich schon Jahren, immer versucht meine Markteinschätzung ehrlich und forciert zu vermitteln. Mir ist bewusst, dass wenn man sagt was man denkt, man mehr als alles geben muss. Man muss durch Qualität glänzen, sonst...

Aus diesem Grund möchte ich Ihnen mitteilen, dass mir das Zeichnen der aufwärtsgerichteten Prognosepfeile zum ersten Mal, seit März 2009, sehr schwer fällt. Für die neuen aber auch die "alten" Leser möchte ich kurz auf eine wichtige Stelle im Chart zu sprechen kommen. Schauen Sie bitte einmal auf die letzte Crashansage zum Jahreswechsel. Ich habe die entsprechenden Bereiche mit einem roten Hintergrund markiert. Achten Sie auf die Kerzen, die sich kurz vor der Welle c der Welle b zeigten. Es waren kleine unauffällige Kerzen. Was für ein Zufall, auch da war es eine Welle c der Welle b. Es ist jetzt im letzten Tief erneut eine c der Welle b. Achten Sie auch hier auf die Kerzen vor der Welle c der Welle b. Es sind wieder unscheinbare Kerzen. Jetzt vergleiche Sie bitte einmal in beiden Fällen, was nach der c der Welle b geschah. Genau, es kam zu einer deutlichen Aufwärtsbewegung. Zu diesem Zeitpunkt und auch schon davor hatte ich zur Jahreswende ein markantes Hoch erwartet und eine Crashansage getätigt, einige können sich sicher noch an die vorausgesagte "vernichtende Welle" erinnern. Wir haben also zwei identische Tatbestände vorliegen.

Warum schreibe ich das eigentlich? Es hat einen gravierenden Grund!

Nein, keine Angst, Sie denken jetzt sicher ich werde erneut eine Crashansage tätigen. Die Gründe habe ich genannt und ich denke es gibt wenige Argumente dagegen? Kennen Sie noch einen Bären? Ja, es gibt sie noch. Wir befinden uns erst in einem Teilabschnitt der Welle 1 der Welle c. Die Welle 1 steht kurz vor ihrem Ende und die nächste Handelswoche dürfte die Korrekturwelle 2 zum Zuge kommen. Die Bären dürfen also noch einmal Luft schnuppern. Die Durchschlagskraft der Bären wird sich dann zeigen. In der vergangenen Handelswoche haben Sie klar versagt, das ist Fakt.

Warum schreibe ich das eigentlich? Es hat einen gravierenden Grund!

Ja, Sie kennen jetzt die "zickigen" c-Wellen. Sie können spontan und ohne Vorankündigung enden. Es ist jetzt wahrscheinlich, dass der Markt den Prozess der kognitiven Dissonanz einleitet. Stammleser können sich sicher noch an die bevorstehende "meinungsverändernden Welle" erinnern. Diese läuft seit letzter Handelswoche an. Diese "zickige" c-Welle wird den letzten Bären zur Verzweifelung treiben. Bleiben sie wachsam. Wenden Sie Ihr MoneyManagement korrekt an. Gehen Sie kein erhöhtes Risiko ein. Da gibt es sicherlich andere Marktphasen, in denen das möglich ist. Ich möchte mich mit folgendem Standardsatz von Ihnen verabschieden.

Es steht uns also eine sehr spannende Zeit bevor. Der Kampf geht weiter "Bulle vs. Bär". Ich wünsche Ihnen bei Ihren Entscheidungen viel Erfolg und lassen Sie sich nicht in eine emotionale Schieflage verwickeln, daraus entstehen in der Regel Fehlentscheidungen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Kursverlauf vom 06.12.2008 bis 17.07.2009 (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)

 

Tageschart

 

Viele herzliche Grüße,
André Tiedje - Technischer Analyst und Trader bei GodmodeTrader.de.
http://www.godmode-trader.de

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