DAX - die Quartals- und Monatsanalyse
1. Oktober 2008
Liebe Leserin, lieber Leser,
in der letzten Quartalsanalyse vom Juli 08 favorisierte ich im zweiten Halbjahr
neue Tiefs und das Risiko, auch unter die 6.000er Marke zu fallen. Mein damaliges
Kursziel: 5.200 Punkte im zweiten Halbjahr. Zum Quartals- und Monatsende erhalten
Sie nun eine neue DAX-Analyse der übergeordneten Zeitebenen. Nur soviel
vorab: die langfristige Perspektive hat sich bislang bestätigt und mein
Kursziel, die Rückkehrlinie des seit Anfang des Jahres bestehenden Abwärtstrendkanals
bleibt weiterhin bestehen. Die Aussichten:
Nachfolgend werden die unterschiedlichen Zeitebenen jeweils getrennt für sich analysiert – um anschließend ein Fazit zu ziehen:
Log. Quartalschart (Kursstand 30.09.08):

Rückblick:
Nach einem tower top in den Quartalskerzen sowie einer kleinen Kerze mit Docht im zweiten Quartal wurden weiterhin fallende Kurse und neue Tiefs im zweiten Halbjahr favorisiert. Kursziel die Unterstützung im Bereich 5.247 Punkten.
Ausblick:
An dem favorisierten Szenario wird festgehalten. Das Risiko, im zweiten Halbjahr 08 bis an die Unterstützung bei ca. 5.247 Punkten zu fallen ist vorhanden. Denn das dritte Quartal 08 bestätigt das Trendwendemuster, auch wenn die Abwärtsdynamik noch eine Erholung zuläßt. Eine klare Verbesserung ergäbe sich allerdings erst bei einem Anstieg über 6.394 Punkten zum 31.12.08. Auf Grund der Quartalskerzen erhalten neue Verkaufssignale in den kurzfristigeren Zeitebenen eine hohe Aussagekraft.
Log. Monatschart (Kursstand 30.09.08):

Rückblick:
Kurzfristige Signale ergaben sich im DAX bei Ausbruch aus der Range
des Monats Augusts. In Verbindung mit den übergeordneten Zeitebenen
wurde so ein Verkaufssignal nach Break der 6.219 und einem Abprall
am Abwärtstrend ausgelöst.
Ausblick:
Die letzten vier Monats-Kerzen bilden eine Trendbestätigung. Daher
ist mit weiterhin fallenden Kursen zu rechnen. Nur ein Monthly-Close über
6.626 würde diese Annahme hinfällig werden lassen. Kursziel
ist die Rückkehrlinie des Abwärtstrendkanals. Da die Rückkehrlinie
fallend ist im weiteren Zeitablauf, besteht somit auch das Risiko,
in den nächsten Monaten unter die 5.000er Marke zu fallen.
Fazit:
Die übergeordneten, langfristigen Zeitebenen auf Basis der Candlestick-Methodik lassen noch keine Entwarnung zu. So ist das Trendwendemuster in den Quartalskerzen bestätigt worden und die Monatskerzen sind trendbestätigend. Kurzfristige Erholungen sollten daher zum Abbau von Longpositionen genutzt werden. Solange der seit Jahresanfang bestehende Abwärtstrend nicht deutlich verlassen wird, besteht aus technischer Sicht eher das Risiko, in Richtung 5.200 Punkte zu fallen. Da dieses bisherige Kursziel jedoch nicht statisch ist, besteht auch das Risiko, in 2009 unter die 5.000er Marke zu fallen. Neue Verkaufssignale in den kurzfristigeren Zeitebenen (Wochen- und Tageskerzen) erhalten somit eine gute Aussagekraft.
Ihr Stefan Salomon