US - Wirtschaftsdaten Indikatoren - Beschreibung
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ISM Index - nationale Einkaufsmanager-Index; verarbeitendes Gewerbe


Zeitl. Verzögerung:

Kurz, da er am 1. Werktag eines Monats für den zurückliegenden Monat veröffentlicht wird
Quelle /URL: Institute for Supply Management™ (ISM)
früher National Association of Purchasing Managers
http://www.ism.ws/ISMReport/index.cfm
Veröffentlichung: monatlich, erster Werktag des Monats, 10:00 AM EST, 16:00 MEZ
Revisionsfaktor: Daten werden monatlich nicht berichtigt; seltene Revisionen
Auswirkung: Die finanziellen Märkte reagieren sehr sensibel auf unerwartete Veränderungen des Index, er wird als guter Indikator für Inflationsdruck empfunden.
Worauf ist zu achten:
  • Wendepunkte des Index implizieren eine Verlangsamung oder Beschleunigung der wirtschaftlichen Aktivität.
  • Preisveränderungen, die von den Herstellern bezahlt werden, sind ein Hinweis auf eine beschleunigte oder reduzierte Inflation.
  • Eine Zunahme der Auftragseingänge gibt eine Vorausschau auf die kommenden Monate.
  • Stärken:
  • Die Veröffentlichung liefert rechtzeitig Information über die Herstelleraktivität.
  • 20 produzierende Industrien, die der Index beinhaltet, werden entsprechend ihrem Anteil am Bruttoinlandsprodukt gewichtet und sorgen so für eine exakte Darstellung der nationalen Herstelleraktivitäten.
  • Der ISM-Index ist ein Frühindikator der wirtschaftlichen Tätigkeit und kann so sinnvoll bei der Vorhersage von Wendepunkten des Wirtschaftszyklus herangezogen werden.
  • Veränderungen des Index sind eng an Veränderungen des BIP gekoppelt.
  • Die Auftragseingänge und -rückstände des Index geben ein Blick auf die zukünftige Produktion.
  • Schwächen:
  • Die ISM Umfrage beinhaltet keine Lohn-/Gehaltskomponente, die einen wichtigen Anteil an den gesamten Herstellungskosten hat und zum Inflationsdruck beiträgt.
  • Die Antworten der Umfrage sind limitiert auf die drei Möglichkeiten: langsamer, schneller, unverändert. So erfasst er keine Komponenten, die geringgradiger wachsen oder umgekehrt.
  • Der Index erfasst keine technologischen Veränderungen oder Produktionseffizienz, die eine Produktionsausweitung ermöglichen bei Stellenreduktion.
  • Eng an das BIP gekoppelt, vermittelt der Index einen Eindruck der herstellenden Leistungsfähigkeit aber nicht der gesamten ökonomischen Leistungsfähigkeit.
  • Kurze Beschreibung:

    Das ISM veröffentlicht monatlich einen Index, der auf der landesweiten Befragung von mehr als 400 Einkaufsmanagern, die 20 verschiedene Bereiche des verarbeitenden Gewerbes repräsentieren, basiert.
    Im Monatsvergleich werden Einschätzungen abgegeben, falls in eine positive Richtung mit "höher", "besser" oder "langsamer" bei den Ausrüster-Lieferungen; bei einer Antwort in eine negative Richtung mit "niedriger", "schlechter" oder "schneller" bei den Ausrüstern. Diese Rohdaten werden nicht verändert.
    Der PMI-Index ist ein Diffusions-Index, also ein Stimmungsindikator, der aus dem Prozentsatz der positiven Antworten plus "one-half" der gleichen Antworten berechnet wird.
    Fünf unterschiedlich gewichtete Indikatoren finden sich dort wieder; so die Auftragseingänge (30%), Produktion (25%), Zulieferer-Auslieferungen (15%), Lagerbestände (10%) und Beschäftigung (20%). Weitere 9 ähnlich strukturierten Einzelindizes werden zusätzlich zum PMI veröffentlicht:

    1. Auftragseingänge, saisonbereinigt
    2. Produktion, saisonbereinigt
    3. Zulieferer, saisonbereinigt
    4. Auftragsrückstände,
    5. Lagerbestände, saisonbereinigt
    6. Preise,
    7. Beschäftigung, saisonbereinigt
    8. Export-Auftragseingänge,
    9. Import-Auftragseingänge.
    Die Informationen über die Leistungsfähigkeit jeder der 20 Branchen wird einzeln herausgegeben. Die ISM-Befragung stellt Preisveränderungen für 14 "Schlüsselinvestitionen" bereit.
    Der Index selbst wird saisonbereinigt um jahreszeitliche Schwankungen, institutionelle Veränderungen oder durch Feiertage bedingte Veränderungen auszugleichen. Die Faktoren für die saisonale Bereinigung werden vom US-Handelsministerium geliefert.

    Beurteilung des Index:
    Verschiedene Quelle geben leicht unterschiedliche Interpretationen des Gesamtindexes an:
    a) das ISM selbst spricht davon, dass oberhalb eines Niveaus von 50 Punkten eine wachsende, verarbeitende Industrie, inmitten einer expandierenden Gesamtwirtschaft, indiziert wird. In diesem Punkt
    herrscht allgemeine Übereinstimmung.
    b) Unterschiedlich werden Indexstände unterhalb von 50 Punkten interpretiert, allgemeine Meinung ist auch hier, dass dann das verarbeitende Gewerbe schrumpft. Das ISM gibt zudem an, dass dann der Index oberhalb von 42,7 noch eine expandierende Gesamtwirtschaft bzw. wachsendes Bruttoinlandsprodukt vorliegt und erst unterhalb dieser Grenze auch die Gesamtwirtschaft kontrahiert.
    Dieser Grenzwert wird auch mit 43,9 veröffentlicht, so dass andere Autoren bei einem Indexstand zwischen 44,0 und 49,9 von einem schrumpfenden, verarbeitenden Gewerbe mit einer Wirtschaft insgesamt aber noch im Wachstumsprozess, ausgehen
    Andere Autoren sehen nur eine Grenze bei 50 Punkten, also oberhalb Expansion und unterhalb Kontraktion der Wirtschaft.

    Der Bericht wird abgesehen von einer Unterbrechung während des 2. Weltkrieges seit 1931 veröffentlicht.

    Termine 2007:
    2.1.
    1.2.
    1.3.
    2.4.
    1.5.
    1.6.
    2.7.
    1.8.
    4.9.
    1.10.
    1.11.
    3.12.
     
    Dez.
    Jan.
    Feb.
    Mrz.
    Apr.
    Mai
    Jun.
    Jul.
    Aug.
    Sep.
    Okt.
    Nov.
    Termine 2008:
    2.1.
    1.2.
    3.3.
    1.4.
    1.5.
    2.6.
    1.7.
    1.8.
    2.9.
    1.10.
    3.11.
    1.12.
     
    Dez.
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    Nov.
    Charts: 1 Jahr ab 1990 ab 1948 ISM (Preise) vs PPI ab 1994
      Komponenten ab 1997 ISM vs. Kapazitätsauslastung ab 1972 ISM vs. BIP ab 1948
     
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