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Das ISM veröffentlicht
monatlich einen Index, der auf der landesweiten Befragung
von mehr als 400 Einkaufsmanagern, die 20 verschiedene Bereiche
des verarbeitenden Gewerbes repräsentieren, basiert.
Im Monatsvergleich werden Einschätzungen abgegeben, falls
in eine positive Richtung mit "höher", "besser"
oder "langsamer" bei den Ausrüster-Lieferungen;
bei einer Antwort in eine negative Richtung mit "niedriger",
"schlechter" oder "schneller" bei den
Ausrüstern. Diese Rohdaten werden nicht verändert.
Der PMI-Index ist ein Diffusions-Index, also ein Stimmungsindikator,
der aus dem Prozentsatz der positiven Antworten plus "one-half"
der gleichen Antworten berechnet wird.
Fünf unterschiedlich gewichtete Indikatoren finden sich
dort wieder; so die Auftragseingänge (30%), Produktion
(25%), Zulieferer-Auslieferungen (15%), Lagerbestände
(10%) und Beschäftigung (20%). Weitere 9 ähnlich
strukturierten Einzelindizes werden zusätzlich zum PMI
veröffentlicht:
1. Auftragseingänge,
saisonbereinigt
2. Produktion, saisonbereinigt
3. Zulieferer, saisonbereinigt
4. Auftragsrückstände,
5. Lagerbestände, saisonbereinigt
6. Preise,
7. Beschäftigung, saisonbereinigt
8. Export-Auftragseingänge,
9. Import-Auftragseingänge.
Die Informationen über
die Leistungsfähigkeit jeder der 20 Branchen wird einzeln
herausgegeben. Die ISM-Befragung stellt Preisveränderungen
für 14 "Schlüsselinvestitionen" bereit.
Der Index selbst wird saisonbereinigt um jahreszeitliche Schwankungen,
institutionelle Veränderungen oder durch Feiertage bedingte
Veränderungen auszugleichen. Die Faktoren für die
saisonale Bereinigung werden vom US-Handelsministerium geliefert.
Beurteilung
des Index:
Verschiedene Quelle geben leicht unterschiedliche Interpretationen
des Gesamtindexes an:
a) das ISM selbst spricht davon, dass oberhalb eines Niveaus
von 50 Punkten eine wachsende, verarbeitende Industrie, inmitten
einer expandierenden Gesamtwirtschaft, indiziert wird. In
diesem Punkt
herrscht allgemeine Übereinstimmung.
b) Unterschiedlich werden Indexstände unterhalb von 50
Punkten interpretiert, allgemeine Meinung ist auch hier, dass
dann das verarbeitende Gewerbe schrumpft. Das ISM gibt zudem
an, dass dann der Index oberhalb von 42,7 noch eine expandierende
Gesamtwirtschaft bzw. wachsendes Bruttoinlandsprodukt vorliegt
und erst unterhalb dieser Grenze auch die Gesamtwirtschaft
kontrahiert.
Dieser Grenzwert wird auch mit 43,9 veröffentlicht, so
dass andere Autoren bei einem Indexstand zwischen 44,0 und
49,9 von einem schrumpfenden, verarbeitenden Gewerbe mit einer
Wirtschaft insgesamt aber noch im Wachstumsprozess, ausgehen
Andere Autoren sehen nur eine Grenze bei 50 Punkten, also
oberhalb Expansion und unterhalb Kontraktion der Wirtschaft.
Der Bericht wird abgesehen
von einer Unterbrechung während des 2. Weltkrieges seit
1931 veröffentlicht. |