| "Payroll
employment" ist ein Mass für die Anzahl der neu geschaffenen
Stellen in mehr als 500 Wirtschaftszweigen, allen Staaten und
255 Metropolen, ausgenommen ist die Landwirtschaft . Die Schätzungen
beruhen auf Berichten grosser Unternehmen, ca. 400.000, die
1/3 aller lohnabhängigen Beschäftigten einschliesst,
wie auch staatliche Programme. Die Gesamtzahl der Erwerbstätigen
wird in verschiedene Sektoren aufgeschlüsselt wie z. B.
dem verarbeitenden Gewerbe, dem Bergbau, dem Baugewerbe, dem
Dienstleistungsbereich und den staatlich Beschäftigten.
Diese Veröffentlichung ist sicher diejenige Wirtschaftsstatistik,
die ob ihres Erscheinungszeitpunktes, ihrer Genauigkeit und
ihrer Bedeutung als Konjunkturindikator, die grösste Aufmerksamkeit
erfährt.
Stichtag für die Erhebung ist der 12. Tag eines Monats.
Die wichtigsten, gemeldeten Parameter sind:
- die Anzahl der neu geschaffenen Stellen bzw. der
Stellenabbau; verfügbar ab 1939; ergibt sich
aus der Zahl der bezahlten Erwerbstätigen, die Halb-
oder Ganztags arbeiten.
- Anzahl der Arbeitslosen mit Arbeitslosenquote,
hier erfolgt eine genaue Aufschlüsselung hinsichtlich
Alter, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit und Ausbildungsstand
- Wochenarbeitszeit, auch für verschiedene
Wirtschaftszweige, einschliesslich Überstunden; zum
einen bietet diese einen Hinweis auf die Industrieproduktion
und die privaten Einkommen, dann wird diese aber auch als
guter Indikator des Arbeitsmarktes angesehen. So bedeutet
eine steigende Wochenarbeitszeit zu Beginn eines Konjunkturzyklus
möglicherweise, dass Arbeitgeber mit einem Ankurbeln
der Gehaltslisten rechnen, während zum Ende eines Zyklus
hin diese Schwierigkeiten haben qualifizierte Bewerber für
die Stellenausschreibungen zu finden.
- Vergütungen mit durchschnittlichem Stundenlohn
und Wochenlohn für ca. 500 verschiedene Industriezweige;
die Serien beginnen teilweise bereits 1909; als Inflationsindikator
werden diese genauestens betrachtet.
- Dauer der Arbeitslosigkeit, angegeben in verschiedenen
Zeitintervallen wie in mittlerer und durchschnittlicher
Dauer.
- Anzahl der Erwerbstätigen, ihr Anteil
an der Bevölkerung
Ein Index über die Gesamtzahl der Arbeitsstunden ist ebenfalls
enthalten, dieser gibt früh Anhalt über
die Produktion bevor das vierteljährliche Bruttoinlandsprodukt
publiziert wird.
Die Daten des Arbeitsmarktberichtes enthalten zwei unterschiedliche
Berichte, zum einen den 'Current Population Survey' (Household
Data) und den 'Current Employment Statistics
Survey' (Establishment Data). Das 'Household Data' wird vom
Census Bureau für das BLS erstellt; eine Stichprobe von
60.000 Haushalten wird befragt; aus diesem Bericht stammen u.a.
die Arbeitslosenquote, die Zahl der Erwerbstätigen, deren
Anteil an der Bevölkerung und die Dauer der Arbeitslosigkeit.
Diese im "Haushaltsbericht" enthaltenen Beschäftigungsstatistiken
erzählen manchmal eine andere Geschichte als das 'Establishment
Data'.
Das 'Establishment Data' wird vom BLS selbst erhoben, Gehaltslisten
ausserhalb des landwirtschaftlichen Bereiches von privaten Unternehmen
wie Fabriken und Geschäften aber auch von staatlichen Stellen
werden dafür ausgewertet. In diesem Bericht wird die arbeitende
Bevölkerung mit der Anzahl der neugeschaffenen oder reduzierten
Stellen, den Stundenlöhnen, Wochenverdiensten und der Wochenarbeitszeit
ausgewiesen.
Einige Unterschiede: im Haushaltsbericht werden auch Menschen,
die in der Landwirtschaft tätig sind
oder kein Entgelt erhalten, mit gezählt. Auch gilt dort
ein Alterslimit von 16 Jahren, während ein solches im 'Establishment
Data' nicht vorhanden ist. Im 'Household Data' Bericht wird
jedes Individuum nur einmal erfasst, während im 'Establishment
Data' auch doppelt gezählt wird, jeweils pro Stelle.
Zwei Schlüsselwerte
des Berichtes, die Arbeitslosenquote und die Stundenlöhne,
tauchen in verschiedenen Inflationsmodellen wieder auf. Wie
auch andere Daten verwendet werden um weitere Konjunkturparameter
zu berechnen. Z. B. gehen die Stundenlöhne in die privaten
Einkommen und auch in die Komponente der Löhne und Gehälter
des Employment Cost Index. Der Index der angesammlten Stunden
im verarbeitenden Gewerbe hilft die Industrieproduktion vorherzusagen;
die Veränderung der Stellen im Baugewerbe ist nützlich
bei der Prognose der Bauausgaben und der Baubeginne.
Die Daten sind saisonbereinigt.
Ab dem Juni 2003, also für den Berichtsmonat Mai, hat
das BLS die Daten basierend auf das North American Industry
Classification System (NAICS 2002) umgestellt. Es ergab sich
eine umfassende Revision, die z.T. zurückging bis in
die 30iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. |