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Chartbook
Wissenswertes über Öl etc.
 
III. Importe

Wie bereits angeführt, importiert die USA seit dem Jahr 1994 mehr Rohöl als sie selbst produzieren. Aber seit 1920 bestehen bereits monatliche Importstatistiken; deutliche Anstiege lassen sich zum einen als Folge der Ölkrise Anfang der 70iger Jahre und später bei nachlassender eigener Produktion Mitte der 80iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts festmachen:

 
Die wöchentlichen Importe für Rohöl und Benzin ergibt für die USA ab 1983 im 4-Wochendurchschnitt nachstehendes Bild:
 
 
  Rohöl-Importe der USA im Jan. 2004

 
  Herkunft
in Mio. Barrel
in %
   
  Arabische OPEC
73,497
25,4%
     
  Algerien
3,819
 
1,3%
     
  Irak
17,927
 
6,2%
     
  Kuwait
7,372
 
2,6%
     
  Saudi-Arabien
44,379
 
15,4%
     
   
     
  Nigeria
28,626
 
9,9%
     
  Venezuela
40,249
13,9%
     
   
 
  Nicht-OPEC-Staaten
146,172
50,6%
     
  Angola
8,601
 
3,0%
     
  Kanada
50,394
 
17,4%
     
  Kolumbien
8,558
 
3,0%
     
  Ekuador
5,810
 
2,0%
     
  Gabon
3,021
 
1,0%
     
  Mexiko
49,426
 
17,1%
     
  Norwegen
4,619
 
1,6%
     
  Russland
0,242
 
0,1%
     
  Grossbritanien
3,913
 
1,4%
     
       
     
  TOTAL
288,981
         
  Persischer Golf
69,678
 
24,1%
     
Quelle: Energy Information Association

Betrachtet man das Mineralöl und seine Produkte, so ergibt sich für die vergangenen Jahre folgende Importstatistik:

Der wichtigste Einzelstaat blieb in 2003 Kanada, gefolgt von Saudi-Arabien.


In seinem jährlichen Energie Ausblick hat das EIA die Importe in die Zukunft bis in das Jahr 2025 projeziert; erwartet wird ein Anstieg der Importe von 9,14 Mio. Barrel Rohöl pro Tag auf dann 15,76 Mio. Barrel Rohöl im Jahre 2025.

 
 
Prozentual verteilen sich die Anteile auf die obigen Regionen wie folgt:
 
Land - Region
2002
2025
 
 in %
 in %
Kanada
15,9%
15,5%
Mexiko
16,4%
12,8%
Nordsee
8,3%
2,2%
OPEC
44,7%
55,1%
---- Lateinamerika
13,1%
14,5%
---- Nordafrika
0,3%
1,1%
---- Westafrika
6,5%
7,8°%
---- Indonesien
0,5%
0,3%
---- persischer Golf
24,3%
31,5%
Mittlerer Osten, andere
0,5%
0,3%
Lateinamerika, andere
6,1%
3,4%
Afrika, andere
5,6%
9,0%
Asien, andere
2,2%
1,3%
 
In dieser Tabelle sind ausschliesslich die Rohölimporte enthalten, es ergeben sich daher Differenzen zu dem vorletzten Chart.

Deutlich steigt der Anteil der Importe aus den OPEC-Staaten; der Zuwachs soll grossteils vom persischen Golf getragen werden. Der Anteil Kanadas wird konstant erwartet, während der Mexikos rückläufig gesehen wird.


Mineralöl und seine Produkte hatten in den vergangenen Jahren 25 einen stetig sinkenden Anteil an den Gesamtimporten. Die bereits beschriebenen Zuwächse der Rohölimporte machten bei den ohnehin drastisch steigenden Importvolumina einen immer geringeren Anteil aus. Dieser sank von max. 33,5% im ersten Quartal 1980 auf 4,5% im ersten Quartal 1999 und konnte erst mit anziehenden Rohölpreisen zulegen; zuletzt wurde ein Anteil von 9,8% im vierten Quartal 2003 notiert.
 
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