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Debit Balances in Margin Accounts
 
Bevor es zu den Charts geht, kurz noch eine begriffliche Einordnung:

Margin Accounts sind Kreditkonten bei einem Börsenmakler, damit lassen sich Aktien und Wertpapiere auf Kredit kaufen und leerverkaufen. In den USA ist es üblich, dass für eine Transaktion Sicherheiten oder Bargeld in der Höhe von 50% des Buchwertes hinterlegt sein müssen. Diese Margin Ratio ist aber abhängig vom jeweiligen Broker.
Wird dieser Anteil unterschritten, erhält der Kunde die Aufforderung die Unterdeckung seines Kreditkontos zu beseitigen, der Margin Call. Kommt der Kunde diesem nicht nach, z. B. weil er nicht mehr fähig ist Bargeld nachzuschiessen, dann ist der Börsenmakler berechtigt Wertpapiere aus dem Depot zu verkaufen.

Debit Balances in Margin Accounts sind der Kreditrahmen für Wertpapierkonten, der von Brokern eingeräumt wird; abgekürzt wird von Margin Debt gesprochen. So wird monatlich von der NASD (National Association of Securities Dealers) und der NYSE (New York Stock Exchange) das Kreditvolumen in Mrd. USD veröffentlicht. NASD und NYSE erarbeiten zusammen mit der US-amerikanischen Notenbank Bestimmungen, nach denen die Margin Accounts benutzt werden können.
 
   
Wertpapierkredite in Mrd. USD
 
Aug.
Juli
Juni
Mai
Apr.
Mrz.
in 2007
NYSE
331,37
381,37
378,24
353,03
317,99
293,16
+55,99
NASD
 
35,033
30,204
29,282
24,094
24,577
+7,125
NYSE & NASD
 
416,403
408,444
382,312
342,084
317,737
+113,115
   
Drastischer Einbruch der Wertpapierkredite an der NYSE im August 2007!
Im Einzelnen unter Wertpapierkredite - aktuell - aktualisiert 2.10.2007


 
   
die Margin Accounts an der NYSE und der NASD seit 1997:  
 
   
Der von den NASD Brokern gewährte Kreditrahmen in Mrd. USD:

 
 
   
die Wertpapierkredite an der NYSE seit 1980:

 
 
   
der lange Überblick über die Margin Accounts der NYSE vs. DJIA:

 
 
   
die jährliche Wachstumsrate der Wertpapierkreditrahmen seit 1935 zusammen mit den US Rezessionen:

 
 
   

Hilfreich für die Beurteilung der Wertpapierkredite ist es, nicht nur den nominalen Wert zu betrachten, sondern auch makroökonomische Parameter wie das Bruttoinlandsprodukt, das Einkommen oder die Marktkapitalisierung der New Yorker Börse (NYSE) als Bezugsrahmen heranzuziehen.



 
der Anteil der Margin Accounts am nominalen US-Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum DJIA:

 
   
der Anteil der Margin Accounts am frei verfügbaren Einkommen im Vergleich zum DJIA:

 
   
der Anteil der Margin Accounts der NYSE gemessen an der Marktkapitalisierung der NYSE im Vergleich zum S&P500:

 
 
  umfassende, weiterführende Informationen sind u.a. auf den Webseiten des Financial Markets Center zu erhalten; hier einige Links:  
     
 
  • an der NYSE sind die Margin Debts abrufbar
  • eine Fed-Studie von 1997: Margin Requirements, Volatility, and Market Integrity: What Have We Learned since the Crash?
  • Effect of Margin Adjustments on Stock Prices
  • Bubbles & Margin Requirements: Greenspan's Changing Story
  • Margin Timeline: January 1999-July 2000
  • Blunderbuss or Rifle Shot?
  • Margin Borrowing 101
  • Suitability 101
  • Q&A About Margin Borrowing
  • What's Wrong With the Case Against Margin Requirements
  • The Marginal Chorus
  • Greenspan Confirmation Hearing 1/26/00
  •  
         
      aktualisiert: 2.10.2007  
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